Kreiskirchentag krönt Luther-Festwoche

Nordhausen. Mit der Maus und Gerhard Schöne wird rund um St. Blasii gefeiert.

Moderator André ist die Freude am Auftritt mit der Maus anzumerken.

Foto: zgt

„Wenn du glücklich bist, dann klatsche in die Hand...“ Gerhard Schöne muss sein Publikum vor St. Blasii am Sonntag nicht zweimal bitten: Es klatscht, jubelt, strahlt pure Freude aus.

Des Liedermachers kleine große Lieder voller Unbeschwertheit und Nachdenklichkeit im Ohr, die vielen 100 Zuhörer vor Augen, sagt Superintendent Andreas Schwarze, er sei „total überwältigt“. Die Stimmung sei „genial“, das Konzept des Kreiskirchentags „aufgegangen“, .

Dieser krönte quasi eine ganze Festwoche zum 500-jährigen Reformationsjubiläum, wurde zu einem bunten Kirchenfest auf dem Blasiikirchplatz. Viele Kirchengemeinden beteiligen sich, bringen sich ein auf dem „Markt der Möglichkeiten“: Die Ilfelder lassen eine Trompete ausprobieren, die Niedergebraer stellen ihre Kirchensanierung vor, der Auleber Frauenkreis kredenzt Fettbrote und mehr.

„Jeder macht mit, das macht den Kirchentag aus“, meint Gemeindepädagogin Corina Sänger. An einem Stand bastelt sie mit Kindern Schatzkistchen mit der Lutherrose. Nebenan können Kinder wie Luther mit dem Federkiel schreiben, ein Justus-Jonas-Quiz machen, aus einem Fass einen Hering holen und nebenbei erfahren, dass in einer solchen Heringstonne die Nonne und Luthers spätere Frau Katharina von Bora aus dem Kloster geschmuggelt wurde.

Die Lebenshilfe lädt zum Flechten ein; „Hau den Lukas“ und ein Bobbycar-Parcours sind aufgebaut. Mehrmals am Tag aber ist die Konkurrenz auf der Bühne übermächtig: Die Maus aus dem Fernsehen zieht dann in ihren Bann mit Liedern, Lach- und Sachgeschichten.

Viele der Kinder hält es nicht mehr auf ihren Plätzen, begeistert erraten sie mit Moderator André Tierspuren und Tiergeräusche, lassen sich auf den Stopptanz ein. Die Eltern zücken fasziniert ihre Smartphones. Kirche, sagt Heike Lange, empfinde sie bei diesem Kreiskirchentag als „sehr offen, bunt und froh“. Dass viele Nichtchristen im Publikum sitzen, störe nicht – im Gegenteil.

Es ist ein evangelischer Kirchentag mit „Amtsgeschwistern aus der Ökumene“ als Gästen, so Superintendent Schwarze. Letztlich aber müsse man überlegen, ob der nächste Kreiskirchentag nicht ein ökumenischer sein sollte.

Zu den Kommentaren
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.