Kritik an Plänen für Sophienstiftsplatz

Weimar  Bündnis-Grüne und CDU-Stadtrat sehen in bisher vorgestellten Lösungen zu wenige Verbesserungen im Vergleich zum Ist-Zustand

Im Stadtrat mehrt sich die Kritik an den Plänen zur Umgestaltung des Sophienstiftsplatzes – hier der Blick von der Hinterseite des DNT zum Erfurter Tor.

Im Stadtrat mehrt sich die Kritik an den Plänen zur Umgestaltung des Sophienstiftsplatzes – hier der Blick von der Hinterseite des DNT zum Erfurter Tor.

Foto: Susanne Seide

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Zunehmend kritisch betracht wird im Stadtrat die Vorplanung zur Umgestaltung des Sophienstiftsplatzes. Die Planer standen allerdings auch vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Alle Nutzer konnten ihre Ideen einbringen, die am besten auch erfüllt werden sollten.

Das Ergebnis, bei dem auf dem Platz die bisherigen Zufahrten und Fahrtrichtungen erhalten bleiben würden, kann die Kritiker nicht überzeugen. Die Planer haben zuletzt von mehreren Varianten zwei zur Auswahl gestellt: eine mit Ampelregelung und einen Shared Space. Dabei können alle Verkehrsteilnehmer den Platz bei maximal Tempo 20 gleichberechtigt nutzen.

In beiden Varianten ist vorgesehen, die Verkehrsfläche von 7250 auf 5500 oder 5150 Quadratmeter zu reduzieren und die Nebenanlagen von 3150 auf 5200 oder 5550 Quadratmeter zu vergrößern. Von dem Mehr an Aufenthaltsqualität profitieren soll unter anderem die Rückseite des DNT. Und ebenso in beiden Fällen gelange die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes in der Spitzenzeit von 16 bis 17 Uhr an ihre Grenzen.

Vorgeschlagen wurde zuletzt, der Ampelregelung den Vorzug zu geben. Für Shared Space sei der Knoten mit den vielen Anbindungen zu unübersichtlich, was Gefahren berge. Negativ wäre das etwa für Fußgänger, die langsam unterwegs sind. Für sie sei es besser, die Mittelinsel zu entfernen, so dass der Zwischenstopp beim Queren der Straße wegfalle. In weniger stark frequentierten Zeiten bleibe aber für Fußgänger der Eindruck, sie müssten viel zu lange auf grünes Ampellicht warten.

Die Bündnis-Grünen sprachen sich im Sinne auch der rund 600 Schüler, die davon täglich betroffen sind, gegen den Vorschlag aus. Sie forderten auch eine erneute öffentliche Beteiligung vor einer endgültigen Entscheidung. CDU-Stadtrat Karl-Heinz Kraass sprach von einem Ansatz, der die sich verändernde Mobilität gar nicht einbeziehe. Trotz Kosten von vier Millionen Euro und einem Jahr Sperrzeit gebe es so am Ende keine Verbesserung, sondern eher eine Verschlimmerung.

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