Kulturevents sollten Flaute in den Wintermonaten beleben

Weimar  Weimarer FDP-Politik im Dialog über Kultur und Kulturpolitik – Langfristige Vermarktung des Kulturangebots bis 2020

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Die Marke Weimar wollen wir aufbauen und nicht kleinreden“: Das bekräftigte Hagen Hultzsch, Kreisvorsitzender der Weimarer FDP, am Donnerstag im Restaurant Erbenhof zur Eröffnung des FDP-Diskussionsforums. Thema waren diesmal Kultur und Kulturpolitik. Unter den 15 Gästen entfaltete sich eine angeregte und kons-truktive Diskussion. Was die kulturell-touristische Vermarktung der Marke Weimar angeht, war die Runde sich einig, dass es die Events sind, welche die Menschen anziehen. Hier gäbe es allerdings ein Winterloch.

Wie aber kann Weimar auch nach Weihnachtsmarkt und Eisbahn im Januar und Februar für Touristen attraktiv bleiben? Denkbar sei eine Kopplung kultureller Ereignisse mit Sportevents in Oberhof, lautete ein Vorschlag. Denn sportbegeisterte Menschen würden in der Regel auch ins Theater gehen.

Ein anderes Stichwort: überregional bedeutende Ausstellungen als Touristenmagnet. Allerdings fehle es hier derzeit an entsprechenden Ausstellungsorten: „Es ist furchtbar, dass das Stadtschloss so lange geschlossen ist“, merkte Maria-Elisabeth Grosse an.

Auch konnte die Talkrunde sich eine größere internationale Reichweite der Vermarktung vorstellen. Dazu müsste die Weimar GmbH, wenn sie dies tun soll, allerdings letztlich mehr Geld erhalten. Dass sie das alles kostendeckend leisten könne, sei Illusion. Wichtig sei die langfristige Planung des Kulturangebots. Das Angebot für 2020 müsse jetzt schon stehen, nicht nur, aber auch in Hinblick auf die Internationale Tourismusbörse (ITB) im März in Berlin. Was die Planung anbelange, sei die Zusammenarbeit zwischen dem Generalintendanten des DNT, Hasko Weber, und dem Tourismusgewerbe sehr gut.

Bei der Kulturförderabgabe für Übernachtungen bestand auch hinsichtlich des neuen 5- Prozent-Betrages am Ende Akzeptanz. Keine Akzeptanz gab es aber bei der Kulturförderabgabe für die kleinen Theater. Denn anders als bei der Übernachtung, zahlten die Besucher schon direkt für das Kulturangebot des Theaters. Und das würde ja vom Theater selbst und nicht von der Stadt bereit gehalten. Einigkeit bestand auch, dass die Kultureinrichtungen, zum großen Teil Sehenswürdigkeiten, „nicht tot, sondern belebt, auch mit Events“ dargeboten werden sollten. In diesem Zusammenhang schlug Matthias Peuschel die Nutzung des entstehenden Hauses der Demokratie vor allem im großen Saal als Veranstaltungsraum für Kunstevents und auch als Galerieraum für zeitgenössische Künstler vor.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.