Kunst.Ort.Kino Freikörperkultur als Kassenschlager

Nackte Menschen auf der Kinoleinwand, noch dazu in großer Zahl – so etwas hatte es bis dato noch nicht gegeben, als 1925 der Ufa-Kulturfilm „Wege zu Kraft und Schönheit“ zum ...

Foto: zgt

Nackte Menschen auf der Kinoleinwand, noch dazu in großer Zahl – so etwas hatte es bis dato noch nicht gegeben, als 1925 der Ufa-Kulturfilm „Wege zu Kraft und Schönheit“ zum Kassenschlager wurde. Regisseur Wilhelm Prager propagiert hier eine „moderne Körperkultur“, wobei bewusst die Brücke zur Vergangenheit geschlagen wurde: Spielszenen erinnerten an das Kulturideal des klassischen Altertums, die Harmonie von (nacktem) Körper und Geist, vorgeführt in einem stereotypen Schönheitsideal. Hier ein Szenenfoto mit einer Übung aus der Deutschen Mensendieck-Gymnastik. Der Erfurter Kultur- und Medienwissenschaftler Dr. Michael Grisko erörtert zur aktuellen Ausstellung Kunst.Ort.Kino in seinem Vortrag „Tanzen und Turnen im Dienste der Unterhaltung“ die Rolle der Ufa als Produzentin dieses Dokuments von Freikörperkultur und Lebensreform.

Vortrag von Dr. Michael Grisko, morgen, 19 Uhr Kunsthalle Erfurt

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