KZ-Opfer und Nonne im Gespräch

Weimar  „Dachauer Dialoge“ mit Regisseur im Ami

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Der Film „Dachauer Dialoge“ wird am Freitag im Mon Ami um ein Filmgespräch mit dem Regisseur Michael Bernstein (München) ergänzt. Dieses moderiert Christine Schild (Weimar).

Im Zentrum des Films steht der in der KZ-Gedenkstätte Dachau aufgezeichnete Dialog zwischen dem Zeitzeugen Max Mannheimer und der Nonne Schwester Elija Boßler. Damit bietet er zwei exemplarische Perspektiven auf die Shoah, auf Schuld, Religiosität, Versöhnung und Verantwortung.

Bis zu seinem Tod am 23. September 2016 besuchte Max Mannheimer unermüdlich Schulen in ganz Deutschland, hielt Vorträge und klärte vor allem junge Menschen über die Diktatur und die Verbrechen der Nazis auf. Anlässlich einer Veranstaltung zum Gedenken an 50 Jahre „Kristallnacht“ lernte die Nonne aus dem Dachauer Kloster Mannheimer kennen, mit dem sie bis zu seinem Tod in enger Freundschaft verbunden war. Regelmäßig begegneten sie sich in der KZ-Gedenkstätte Dachau oder im direkt benachbarten Kloster.

Für nicht wenige Menschen ist diese Beziehung zwischen „Jude und Nonne“ eine Zumutung. Die Filmemacher Marina Maisel und Michael Bernstein sehen aber genau darin eine wichtige Botschaft, die sie dokumentieren und weitergeben wollten. Sie luden Mannheimer und Schwester Elija im Oktober 2015 ein, vor der Kamera ein Gespräch miteinander zu führen.

Freitag, 25. Mai, 19 Uhr, Kino Mon Ami; in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung

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