Lage an der Gera entspannt sich: Das Hochwasser sinkt

Sömmerda. An der Gera zeichnet sich eine Entspannung der Hochwassersituation ab. Der Wasserstand ist nach Behördenangaben seit Samstagnachmittag um etwa einen Meter gesunken, der Krisenstab in Sömmerda könnte noch am Sonntag aufgelöst werden.

Die Lage bei Walschleben und Elxleben entspannte sich in der Nacht weiter. Foto: Peter Hansen

Die Lage bei Walschleben und Elxleben entspannte sich in der Nacht weiter. Foto: Peter Hansen

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"Noch sitzen wir mit zehn Leuten zusammen", sagte Stabschef Hans-Jürgen Fiebig am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. "Entspannt sich die Lage aber weiter, werde ich dem Landrat vorschlagen, den Stab gegen 14.00 Uhr aufzulösen." Dann würden nur noch zwei Angehörige des Katastrophenschutzes Wache halten, die übrigen Stabsmitglieder hätten Bereitschaft. Zusätzlich werde der Deich an der Gera in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Fiebig äußerte sich zuversichtlich: "Wenn die Wettervorhersage stimmt, wird uns der nächste Regenausläufer nicht betreffen."

Lage entspannt sich langsam

Am Speicher in Straußfurt stellt sich die Lage glücklicherweise nicht mehr so dramatisch dar, wie gestern noch befürchtet. Das teilte eine Sprecherin des Landratsamtes am Sonntagmittag mit. Momentan melden die Fachbehörden einen Überlauf von 7cm. Die Polderflächen der Unstrut können das Wasser noch gut aufnehmen. Zurzeit fließt schon mehr Wasser ab als zu.

Entwarnung auch in Sömmerda. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und des Ordnungsamtes teilten nach einer Ortsbegehung mit, dass für die Einwohner des Ortsgebiet Sömmerda keinerlei Gefahr besteht.

Gute Nachrichten auch von der Lossa bei Leubingen. Auch hier ist der Pegel nicht gestiegen und die Deiche stabil.

Vor allem die Meldungen des Deutschen Wetterdienstes, die weder für den Landkreis noch für das Einzugsgebiet der Gera im Thüringer Wald weitere größere Niederschlagsmengen voraussagen, stimmen weiter optimistisch.

Landrat Harald Henning hat eine Verkleinerung des Stabes für besondere Ereignisse für 14.00 Uhr angekündigt. Jeweils zwei Kollegen des Brand- und Katastrophenschutzes und der Unteren Wasserbehörde besetzen die Leitstelle aber weiterhin rund um die Uhr, der übrige Stab ist in Rufbereitschaft versetzt. Die technische Einsatzleitung in Elxleben hat bereits am Morgen seine Arbeit beendet. Auch das THW hat mit dem Abbau aller Gerätschaften begonnen.

Jedoch bleiben alle Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft, so dass sie bei einer Änderung der Lage sofort reagieren können.

Landrat Harald Henning dankt an dieser Stelle Allen, die mit ihrem großartigen Einsatz dafür gesorgt haben, dass Schlimmeres verhindert werden konnte: zuoberst den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren und den freiwilligen Helfern aus der Bevölkerung, dem Technischen Hilfswerk Sachsen-Thüringen, den Versorgungszügen des Arbeiter-Samariter Bundes und des Deutschen Roten Kreuzes, der Polizei und den Mitarbeitern des Stabes für besondere Ereignisse.

Auch in Möbisburg Besserung der Lage

Auch in Erfurt-Möbisburg entspannte sich die Lage. Dort sinkt der Pegelstand der Gera seit Samstagmittag, der zuvor bei vier Metern lag, kontinuierlich ab.

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