"Limonadenpavillon" in Hohenfelden ist wieder geöffnet

Hohenfelden (Weimar). Die 34-jährige Gothaerin Sabrina Frommann hat die Gastronomie auf dem Hohenfeldener Eichenberg übernommen.

Pächterin Sabrina Frommann und Mariana Ruchkan gönnen sich eine Limonade. Foto: Bernd Rödger

Pächterin Sabrina Frommann und Mariana Ruchkan gönnen sich eine Limonade. Foto: Bernd Rödger

Foto: zgt

Seit Beginn der neuen Saison im Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden hat der "Limonadenpavillon" am Eichenberg mit Sabrina Frommann eine neue Pächterin. Die 34-Jährige kommt aus Gotha-Siebleben und hatte sich an der Ausschreibung des Landratsamtes mit Erfolg beworben.

Sie bringt einschlägige Erfahrungen aus der Gastronomie mit, lernte in einem Hotel in Wildeck-Obersuhl. Nach ihrer Rückkehr aus Hessen kehrte sie zunächst auch dem Gastgewerbe den Rücken und ließ sich zur Buchhalterin ausbilden. "Dann habe ich aber doch meine Liebe zur Gastronomie wiederentdeckt. Etwas eigenes zu haben, macht außerdem mehr Spaß, als irgendwo angestellt zu sein", sagte die 34-Jährige.

Bereits im vergangenen Jahr hat Sabrina Frommann im Hohenfeldener Pavillon mitgearbeitet. Museumsleiterin Franziska Zschäck ist zuversichtlich, dass der Limonadenpavillon in gute Hände gekommen ist.

Große und kleine Besucher finden hier ein vielfältiges Angebot, wobei grüne und rote Brause sowie die hausgemachten Zitronen- und Holunderlimonaden ohne Zucker wie auch die eigens hergestellten Waffeln mit Sahne und Kirschen die Renner sind, neben Kuchen, Kaffee und Eis. Doch es gibt auch etwas für den größeren Appetit. So findet sich jeden Tag ein anderes Mittagsgericht auf der Karte, zum Beispiel Steak mit Champions und Baguette für moderate 5,50 Euro. Ein Museumsbier dazu, das nach spezieller Rezeptur in Apolda für die Hohenfeldener gebraut wird, ist ebenfalls nicht zu verachten.

Neben dem Empfang der täglichen Besucher, dazu gehören auch Schulklassen und Kindergärten, richtet Sabrina Frommann auch kleinere Feiern aus.

Der heute wieder schmucke Limonadenpavillon hat eine über 120-jährige Vergangenheit hinter sich. Erbaut wurde er 1891/92 in Friedrichroda als sommerlicher Ausschank der Gaststätte "Damm-Mühle". Gastronomisch wurde er genutzt bis Ende der 50er-Jahre, später übernommen vom FDGB-Feriendienst. Nach seiner Verlagerung 1999 ins Freilichtmuseum diente er viele Jahre als Kassenhäuschen, bis er im Jahre 2010 schließlich wieder ein Limonadenpavillon wurde.

Geöffnet ist der Pavillon zurzeit täglich außer freitags von 11 bis 17 Uhr. Sobald bundesweit die Sommerferien beginnen, heißt Sabrina Frommann ihre Gäste jeden Tag willkommen. "Selbst wenn in Nordrhein-Westfalen Ferien sind, merkt man das an den Besucherzahlen auf dem Campingplatz am Stausee. Viele Camper kommen auch herüber ins Museum", weiß die Gastronomin.

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