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Ilmenau  SPD-Politiker im Gespräch mit dem Rektor der TU Ilmenau über Marketing, Ingenieurwissenschaften und die Finanzierung der Hochschulen

Eleonore Mühlbauer (von links), Christoph Matschie und Markus Hoppe waren zum Gespräch bei Rektor Peter Scharff zu Gast.

Eleonore Mühlbauer (von links), Christoph Matschie und Markus Hoppe waren zum Gespräch bei Rektor Peter Scharff zu Gast.

Foto: André Heß

Er sei sehr besorgt um die Studierendenzahlen in Ilmenau, sagte der Rektor der Technischen Universität, Peter Scharff, am Freitag bei einem Besuch von Landes- und Bundespolitikern der SPD. Genaue Zahlen wisse man aber erst im Oktober zu Beginn des neuen Studienjahres.

Es sollte bei dem Gespräch, an dem der Staatssekretär im Wissenschaftsministerium, Markus Hoppe, Bundestagsabgeordneter Christoph Matschie und Landtagsabgeordnete Eleonore Mühlbauer teilnahmen, um die Struktur- und Entwicklungsplanung der TU Ilmenau vor dem Hintergrund der Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu den Ingenieurwissenschaften gehen. Dazu hatte der Rektor extra seinen Urlaub unterbrechen dürfen. Mühlbauer sieht wenig Interesse bei der Belegung der Mint-Fächer in den Schulen, was Auswirkungen auf die Studierenden habe. Sie forderte eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Hochschulen.

Der Rektor sieht die Nachfrage nach Studienplätzen in diesem Bereich ausbaufähig, machte aber sogleich darauf aufmerksam, dass die Absolventennachfrage extrem hoch sei. Als er sich privat für einen Fahrzeughersteller nach einem Mitarbeiter für Leiterplatten-Design an seiner Hochschule umsehen wollte, sei er belächelt worden. „Solche Leute sind wie Goldstaub“, wurde ihm geheißen.

Bei der Finanzierung der Hochschulen dürfe es nicht nur nach den Studierendenzahlen gehen, gab ihm Staatssekretär Hoppe Recht. Da müsse man auch die Zahl der Absolventen, der ausländischen Studierenden, die Zahl der Abbrecher und die Einhaltung der Regelstudienzeit mit in Betracht ziehen. Die Kapazitäten dürften nicht abgebaut werden, auch wenn sie momentan nicht ausgelastet sind, so Hoppe.

Die Kinderuni in Ilmenau, bei der Scharff selbst eine Vorlesung in Chemie hält, würde bei den Teilnehmern später nicht unbedingt auf den Weg zur Uni führen. Man wolle als Uni in Ilmenau mehr präsent sein, dafür soll ein Show-Room in der Innenstadt eingerichtet werden.

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