Musikalische Hilfe aus Worbis für Grundschule auf Bali

Worbis  Die Mitglieder des Verein „Balipockets“ freuen sich über Akteure und Gäste beim Benefizkonzert.

Anna Hesse und Daniel Gottstein stellten ausführlich und anschaulich die Schulprojekte von Balipockets vor. Gottstein wird in sechs Wochen wieder auf die Insel fliegen – mit Spendenerlös und persönlicher Tatkraft.

Foto: Juvita Weinrich

Einen ganz besonderen Augen- und Ohrenschmaus erlebten am Samstagabend die Besucher des zweiten „Balipockets“-Benefizkonzertes im Saal der Gaststätte „Kreta“ in Worbis. Mit dem passenden Lied „Mittendrin“ stimmten Marius Keilholz und Robin Schmidt von „Robius“ auf den bunten Musikabend ein.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch Anna Hesse, die im Verein als zweite Vorsitzende aktiv ist, ergriff Thomas Rehbein das Wort. Der Ortsteilbürgermeister sparte nicht mit lobenden Dankesworten für das große Engagement der jungen Künstler sowie des „Balipockets“-Vereins, der sich erst im Juni 2016 zusammenfand und derzeit 60 Mitglieder zählt.

Im gleichen Jahr gründeten sich auch die beiden mitwirkenden Coverbands „Hello Grand“ und „Robius“. Letztere war schon zum zweiten Mal mit dabei und begeisterte als Duo oder Trio, verstärkt durch die Sängerin Rosalie Schäfer, mit berührenden und zugleich nachdenklich stimmenden Liedern wie „Für immer ab jetzt“ oder „Unter der Haut“, die dann tatsächlich spürbar unter die Haut gingen.

Obwohl Marcel Mainzer seine Band „Hello Grand“ allein vertrat, schaffte er es recht schnell und scheinbar spielend, sein Publikum mitzureißen. Das stimmte nicht nur bei dem Hit „Imagine“, aus der Feder von John Lennon, begeistert mit ein. Ebenso wie die Akteure von „Robius“ wurde er mit viel Applaus belohnt.

Den erntete auch Sven Tasch, der nach dreijähriger Pause zum ersten Mal wieder öffentlich auftrat. Mit seinen selbst komponierten Stücken wie „Wavemarie“ oder „Maskerade“, die er frei und ohne Noten spielte, fesselte der 42-jährige Pianist, der auch als Buchautor bekannt ist, sein Publikum.

Das ließ sich offensichtlich gern von den ergreifenden Melodien verzaubern. Eindrucksvoll untermalt wurde das gefühlvolle Pianospiel zudem mit passenden Filmszenen und Lichtbildern. Letztere waren auch dem Team von „Balipockets“ dienlich. Anschaulich stellte es die Hilfsprojekte auf der Insel Bali vor. So werden dort derzeit sechs Schulen, unter anderem mit der Übernahme von Schulgeldern, bei dringend notwendigen Sanierungen oder mit Schulmaterial, unterstützt.

Außerdem sei die Vergabe von Stipendien ein wichtiges Ziel. So kann sich ab September der 18-jährige Nengha über ein vierjähriges Stipendium freuen. „Wir möchten unsere Arbeit so transparent wie möglich machen“, war zu hören.

Und auch die durch ein Erdbeben zerstörte Schule im Osten des Landes, welche vom aktuellen Erlös profitieren wird, wurde ausführlich vorgestellt. Wie Gottstein später erfreut mitteilte, kamen hierfür 2000 Euro zusammen. Dem engagierten 23-jährigen Informatiker, der selbst im Jahr 2015 für drei Monate Freiwilligenarbeit auf der Insel leistete, ist der persönliche Kontakt sehr wichtig. So erzählte er abschließend – und auch, dass er schon in sechs Wochen wieder auf die Insel fliegen werde. Dann hat er wohl nicht nur den willkommenen Spendenerlös im Gepäck, sondern bringt auch sich selbst tatkräftig mit ein, um der Schule beim Wiederaufbau zu helfen.

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