Musikalisches Freibier

Mühlhausen  Viele Humorvolles zum Musizierabend der Elternvertretung der Kreismusikschule

Urte Ruhnau (vorn) und die „Freibier-Performer“ in der Musikschule. Foto: Christian Werner

Urte Ruhnau (vorn) und die „Freibier-Performer“ in der Musikschule. Foto: Christian Werner

Foto: zgt

„Freibier!“, schallte es Freitagabend durch den Ständesaal am Mühlhäuser Lindenbühl. „Freibier!“ Und das gefühlte zwanzig Mal. Die Truppe „Freibier-Performer“ übte sich zünftig in weißen Hemden und hochgekrempelten Hosen in Körper-Percussion: auf dem Brustkorb, den krachledernen Schenkeln und mit Händen auf den Fußboden klatschend.

Die laut Gerstensaft fordernde Frauengruppe hatte sich die Choreographie im Stil des „Stomp“-Musicals anlässlich des Tags des Bieres ausgedacht. Und Freibier gab es nach dem Auftritt für die 40 Gäste auch.

Zum sechsten oder siebten Jahr – so genau wusste das keiner der Organisatoren um Christine Ullmann – veranstaltete die Elternvertretung der Kreismusikschule „Johann Sebastian Bach“ den Musizierabend ebendieser. Ursprünglich war der Termin als Auftrittsmöglichkeit für Eltern von Musikschülern gedacht. „Denn gibt es viele Musiker in diesen Haushalten“, so Christian Rangnick, Leiter der Musikschule. Inzwischen liegt der Elternanteil bei 50 Prozent, auch ältere und jüngere Musikschüler nutzen die Veranstaltung sowie andere Amateurmusiker aus der Region.

Wie der Mühlhäuser Flötenkreis, der auf Flöten in allen Größen spielte und „Mein kleiner grüner Kaktus“ in Zeitlupenversion intonierte. Einige Auftritte des gut einstündigen Konzertes der über 20 Musiker gerieten leicht windschief, andere waren auf hohem Niveau. Wie die Gitarrenstücke von Nadine Fornacon und Simone Gatscha oder die Lachtränen evozierende Darbietung des Stücks „Wie geht’s?“ von Steffen Wolff und Carsten Kral.

Kleine Pannen waren bei dem Konzert inklusive, Synchronität nicht immer gegeben. Aber das gehörte zum sympathischen Konzept in lockerer Atmosphäre. Den Amateuren gebührt Respekt für den Mut zum Auftritt vor Publikum. Am Ende war der Abend für alle ein großer Spaß.

Höhepunkt war die Inszenierung eines Sketches von Annett Kannenberg, die als Putzfrau mit Wortspielereien und „Kontrabesen mit Mo-zarten Borsten“ sich durch die Musikschule wischte, monologisierte und dabei Komponisten und lokale Musiklehrer in die Sprachneuschöpfungen einbaute. „Herrlich!“, konstatierte Rangnick mehrfach.

Als Zugabe spielten Steffi und Johannes Thoss aus Großmehlra auf Alphörnern und einem Corno da caccia, einem kleinen Jagdhorn.

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