Niederroßla: Ritteressen vor dem Jubiläum

Niederroßla  Wasserburg Niederroßla feiert Geburtstag

Vereinsvorsitzende Angelika Reimann (links) mit ihrem Gefolge am Treppenaufgang im Innenhof der Wasserburg Niederroßla.

Vereinsvorsitzende Angelika Reimann (links) mit ihrem Gefolge am Treppenaufgang im Innenhof der Wasserburg Niederroßla.

Foto: Hartwig Mähler

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Zur Einstimmung auf die 900-Jahr-Feier der Wasserburg 2019 veranstaltete der Burg- und Heimatverein jetzt im Rittersaal der Burg ein zünftiges Ritteressen mit Auftritt eines Künstlers aus Erfurt, der unter anderem in die Tischsitten des Mittelalters einweihte und den Abend musikalisch ausfüllte.

Rund fünfzig Niederroßlaer und Gäste, darunter auch Thomas Gottweiss, der Bürgermeister der Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße, erlebten einen schönen Auftakt beim Betreten des Rittersaales. Einige Vertreter des Burg- und Heimatvereins kamen elegant gewandet und zauberten so ein wenig mittelalterliches Flair in den Rittersaal. Und schon hatte der Abend die adlige Obrigkeit. Burgwart Siegfried Lunkenbein verschönerte die Wände mit Fahnen und Großwimpeln jener Zeit. „In Zukunft sollen Fotos und Gemälde den Rittersaal weiter aufwerten, denn vom Herzog aus Weimar ist höchstens auf einer Tafel etwas zu finden“, kommentierte Lunkenbein sein Vorhaben.

Die Vorsitzende des Burg- und Heimatvereins Angelika Reimann hatte in Versen die zurückliegenden Jahrhunderte zusammengefasst und trug sie wie einst zu Zeiten der Minnesänger vor. Da kamen auch die weithin bekannte Miss-Baba-Elefantengeschichte, Deutschlands höchster Bergfried von Niederroßla mit seinen 57 Metern zur Sprache wie auch Margarete von Sachsen (1469-1528, begraben in Weimar), die als 15-Jährige ab 1485 auf zwei Jahre mit einem 22-köpfigen Hofstaat auf der Burg verweilte. Burggeschichte und Geschichten des Speisens am Hofe...

Es war auf jeden Fall rustikal und interessant. Die Wirtsleute Hüttig von Wersdorf boten im Gefolge von fleißigen Burgfräuleins alles auf, war zu einem feinen Ritteressen gehörte. Allerdings gab es nicht die Sitte, abgenagte Knochen und Speisereste nach hinten oder unter den Tisch zu werfen.

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