Nordhausen: Heidelore Kneffel liest aus Briefen von Käthe Kollwitz

Nordhausen. Am 3. August 1943, vor 70 Jahren, kam die Künstlerin Käthe Kollwitz nach Nordhausen, um den zahlreichen Bombenangriffen auf Berlin zu entkommen. Aus diesem Anlass liest Heidelore Kneffel am 4. August um 15 Uhr, im Stadtmuseum "Flohburg" aus Briefen der Künstlerin, die sie aus Nordhausen geschrieben hat.

"Ein knappes Jahr lebte die große Graphikerin und Plastikerin in Nordhausen im Haus `Vor dem Hagentor 2´ an der Promenade. In der Zeit von August 1943 bis Juli 1944 schrieb die Kollwitz von hier an Ihren Sohn Hans Konrad Karl und die Schwiegertochter Ottilie nach Berlin, an ihre Freundin Beate Bonus-Jeep, an die Publizistin Lenka von Koerber und an das Ehepaar Walli und Otto Nagel, um nur einige zu nennen", so Frau Kneffel. "Die Briefe geben Zeugnis von der inneren und äußeren Welt, in der sich die 75-jährige befand.

So erfährt man auch, wie das tägliche Leben in Nordhausen verlief. In dem heute als Käthe-Kollwitz-Haus bekannten Gebäude, 1909 erbaut, wurde sie von Margret Böning, geb. Schultes, liebevoll umsorgt. Diese junge Frau war selbst Künstlerin und die letzte Schülerin, die die Kollwitz hatte. Käthe Kollwitz war nicht nur eine begnadete bildende Künstlerin, sondern auch begabt, mit der Sprache umzugehen. Deshalb ist es aufschlussreich, ihren Worten aus ihren Briefen zu lauschen", sagt Frau Kneffel.