Nur moderates Tempo beim Radwegebau

Erfurt  Tiefbauamt verweist auf fehlende Ressourcen

Das vom Stadtrat geforderte Tempo des Radwege-Ausbaus kann die Stadtverwaltung nicht einhalten. Die im Vorjahr beschlossene Umsetzung des aktuellen Radwegekonzeptes bis 2025 sei „unrealistisch“, heißt es in einer Stellungnahme des Tiefbau- und Verkehrsamtes.

Die Verwaltung teile zwar das Ziel, den Radverkehr spürbar attraktiver zu machen. Doch würden die Vorbereitungsarbeiten für die Bundesgartenschau (Buga) 2021 so viele Ressourcen binden, dass für eine zusätzliche Intensivierung des Radwegebaus die Kapazitäten fehlten. Zudem müssten für kompliziertere Teilabschnitte noch Lösungen gefunden werden.

Hauptforderung des Radwegekonzeptes war die Etablierung von zwölf Radialrouten, die aus allen Richtungen ins Zentrum führen. Fortschritte werde es auf dem Weg nach Norden geben – der Gera-Radweg werde bis 2021 bis zur Gubener Straße ausgebaut. Die Arnstädter Straße werde bis 2020 einen Radweg erhalten. Bis 2021 erfolgten weitere Lückenschlüsse bei der Radialroute 11 nach Westen, eine Fertigstellung sei bis dahin aber nicht realisierbar. Entlang der Radialroute 4 nach Nordosten seien im Bereich der Leipziger Straße vorerst keine Maßnahmen geplant.