Parkgebühren steigen stark

Weimar  Seit gestern neue Preise. Direkte Innenstadt am stärksten betroffen

Wer gestern in Weimar einen Parkschein ziehen musste, der hat es bereits bemerkt: Mit Datum 2. Januar 2019 hat die Stadt an den Parkscheinautomaten drastisch an der Gebührenschraube gedreht. Sie erhofft sich aus der Anhebung übers Jahr Mehreinnahmen von 280.000 Euro – Geld, das nicht an anderer Stelle gestrichen oder gekürzt werden musste, um einen Haushalt für 2019 auf den Weg bringen zu können.

In der Parkzone I, dem teuersten innerstädtischen Bereich, steigen die Parkgebühren demnach jeweils um 0,50 Euro. Dies gilt von der ersten halben Stunde an, die jetzt nicht mehr 50 Cent, sondern 1 Euro kostet. Dies zieht sich bis zur Höchstparkdauer von zwei Stunden durch. Sie kostete vorher 2,50 Euro und jetzt 3 Euro.

Etwas anders verhält es sich in der Parkzone II außerhalb der direkten Innenstadt. Auf dem Parkplatz Zum Hospitalgraben an der Berkaer Straße beträgt die Tagesgebühr jetzt 3,50 Euro (vorher 2,50 Euro), pro Stunde wird seit gestern 1 Euro verlangt (statt 50 Cent). Auf dem Friedhofsparkplatz wiederum steigen zwar die Kosten für das Tagesticket von 4 auf 5 Euro, die anderen Gebühren – von 1 Euro für eine Stunde bis 2,50 Euro für zwei Stunden – wurden aber nicht verändert. Exakt so sieht die Neuregelung auf dem Parkplatz am Schloss Belvedere aus. Dort werden die Gebühren auch weiterhin nur von freitags bis sonntags und an Feiertagen erhoben. Auf dem Hermann-Brill-Platz bleibt das Parken für Pkw kostenlos. Das 24-Stunden-Ticket von 10 Euro für Busse, Caravans und Wohnmobile wurden ebenso nicht angetastet.

Die neue Gebührenordnung entlastet nur die bisher wenigen Fahrer von E-Autos mit einem entsprechenden Kennzeichen: Sie dürfen auf allen gebührenpflichtigen Stellplätzen mit Parkscheibe und unter Beibehaltung der Höchstparkdauer kostenlos abgestellt werden. Für beispielsweise Berufspendler in die Innenstadt sind Dauerparkscheine für die Parkzone II interessant: Sie kosten für einen Monat 80 Euro beziehungsweise für ein ganzes Jahr 800 Euro.