Pilgerweg St. Kilian bei Berlingerode wird eine attraktive Allee

Berlingerode (Eichsfeld). Der Pilgerweg "St. Kilian", der von Berlingerode nach Etzelsbach führt, wird in einigen Abschnitten zur Allee. Am Montag pflanzten zehn Helfer aus dem Ort unter Anleitung von Revierförster Reik Scheffler 100 Elsbeeren und Wildäpfel. Die Aktion zum "Tag des Waldes" wird von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit Pflanzmaterial unterstützt.

Berlingerodes Bürgermeister Simon Bley hat beim Baumpflanzen am Rotenberg wieder mit angepackt. Foto: Eckhard Jüngel

Foto: zgt

Die Pflanzaktion am Rotenberg war für die Helfer nicht allzu anstrengend. Mit einem Bohrgerät wurden die Pflanzlöcher in den Sandsteinboden getrieben. Dann kamen die fingerdicken Bäumchen hinein, wurden angepfahlt und mit einem Schutz gegen Wildverbiss ausgestattet. Einmal angießen - dann müssen sie im kargen Boden allein zurechtkommen.

Reik Scheffler ist optimistisch, dass das klappt. Die kleinen Bäumchen würden die Herausforderung schon meistern, größere Exemplare hingegen hätten im Waldgebiet am Rotenberg kaum eine Chance, ohne aufwendige Pflege anzuwachsen. In zehn Jahren aber würden die Bäume einen schönen Anblick bieten. Und die seltene Elsbeere begeistere im Herbst zusätzlich mit ihrer scharlachroten Färbung.

Die Pflanzaktion trägt dazu bei, die Artenvielfalt am Rotenberg zu erhöhen, an dem in den letzten zwei Jahrhunderten hauptsächlich schnellwachsende Fichten gepflanzt wurden. Am lichten Wegesrand findet die Elsbeere gute Bedingungen vor, im dichten Laubwald wächst der konkurrenzschwache Baum hingegen nur schlecht. Daher kommt er von Natur aus im Eichsfeld auch nur selten vor. Nennenswerte Bestände gibt es an den Rändern des Ohmgebirges, beispielsweise am Rottersberg in Worbis.

Auch Berlingerodes Bürgermeister Simon Bley (CDU) half am Montag wieder mit beim Pflanzen. Er freut sich, dass die 100 Hektar Gemeindewald zunehmend attraktiver werden. "Es ist eine tolle Sache, dass sich die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hier so einbringt", lobte er das Engagement des Landesverbandes. "Wir wollen unseren Wald nachhaltig bewirtschaften. Er soll nicht nur zur Holzernte da sein, sondern auch zur Erholung", betonte Bley. Auch bei Teistungen werden 100 Bäume gepflanzt - im Hermanntal in Richtung Hundeshagen, informierte Scheffler.

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