Projekt Danakil: Grüne wundern sich

Erfurt  Kanngießer: Klimaist viel wichtiger

Der Grüne-Stadtrat Ludger Kanngießer wundert sich, dass seine Forderung nach einem Baustopp für das Klimazonenhaus Danakil auf der Ega solche Wellen geschlagen hat. Ihm komme es darauf an, dass die Stadt Erfurt mehr gegen den Klimawandel tue. „Zu denken gibt uns, dass der fortschreitende Klimawandel so gelassen hingenommen wird, aber eine Forderung wie zu einem Baustopp für Danakil so einen Aufschrei verursacht“, sagte Kanngießer.

Tatsächlich hatte Kanngießer die spektakuläre Forderung Ende vergangener Woche wie eine Nebensache in einer Mitteilung versteckt, in der er sich für mehr Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung stark machte. Er denke da an Flächenentsiegelung und -begrünung, Baumerhalt und -pflanzung, die Einrichtung von Fahrradspuren oder das Freihalten von Kaltluftschneisen, wiederholte er gestern. Zugleich blieb er bei seiner Forderung. „Der Ausstieg aus Danakil könnte ein sichtbares Zeichen einer klimapolitischen Neuorientierung sein“, sagte er.

Als Buga- und Egapark-Höhepunkt soll Danakil den Besuchern sensible Lebensräume wie Wüste oder Regenwald näherbringen. Das 21,4-Millionen-Euro-Projekt wird zu großen Teilen gefördert und ist längst im Bau. Ein Abbruch der Arbeiten würde eine Bauwüste hinterlassen. Die Stadt müsste zudem mehrere Millionen Euro an Fördergeldern zurückzahlen.

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