Projekttage bringen Licht und Farbe ins Spiel

Buttelstedt  Buttelstedter Regelschule „Am Lindenkreis“ bespielt zum Tag der offenen Tür erstmals neue Freilichtbühne auf dem Pausenhof

Rund um ihre neue Bühne bauten die Schüler auch Sitzbänke, die ersten bereits vor einem Jahr und in dieser Woche noch weitere.

Foto: Jens Lehnert

Das Schulgebäude, das Regelschüler und Gymnasiasten in Buttelstedt beherbergt, teilt das Schicksal vieler Plattenbauten. Es ist zweckmäßig, aber nicht unbedingt schick. Es ist etwas in die Jahre gekommen. Und es muss inzwischen so vielen Schülern Platz bieten, dass dafür auch Räume herhalten, die ursprünglich nicht für den Unterricht vorgesehen waren.

So fehlt es der Schule in mancher Ecke an Behaglichkeit, vor allem an Licht und an Farbe. Daran etwas zu ändern, hatten sich die Schüler der Regelschule am Lindenkreis in dieser Woche an drei Projekttagen auf die Fahne geschrieben. „Licht.Macht.Farbe.Macht.Bewegung“ lautete deren Motto. Was die jungen Leute erreichten, stellte am Donnerstag ein Tag der offenen Tür vor.

Die zwölf Workshops, die von Montag bis Mittwoch liefen, hatten viele Unterstützer gefunden – vom Landesprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ über die Buchkinder, das Stellwerk-Theater und die Bauhaus-Uni aus Weimar bis hin zu den Hausmeistern der Schule.

Was sie während der Projekttage anpacken, konnten die Schüler mitbestimmen. „Viele hatten den Wunsch, für die Schule etwas Bleibendes zu schaffen“, sagte Schulleiterin Martina Weyrauch. Und das gelang auf vielfältige Weise. Vielerorts gaben sie dem Schulhaus frische Farbmotive – dem Klassenraum im Souterrain ebenso wie dem vormals tristen Treppenaufgang vom Hof und dem düsteren Lichtschacht gleich nebenan.

Im Foyer werden Besucher nun mit einer ganzen Wand voller Fotos aus dem Schulalltag empfangen. Wandteppiche wurden gefilzt, alte Stühle zu neuen Sitz-Kunstwerken aufgepeppt. Und nicht zuletzt erlebte die neue Hofbühne der Schule die ersten offizielle Aufführung. Die Theatergruppe gab unter freiem Himmel den „Erlkönig“ mit alternativem Ende. Gleich neben der Bühne präsentierte sich zudem ein Hip-Hop-Projekt.

Mit Hilfe der Stiftung des Ravensburger Verlages, des Schulfördervereins, der Firma Dürrbeck und zahlreicher freiwilliger Handwerker entstand die Bühne aus einem früheren Hochbeet.

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