Protest für eine saubere Zorge

Nordhausen  Jugendkunstschule Nordhausen fordert mit Aktion am Zorgeufer zum Handeln auf.

Jugendliche der Jugendkunstschule zeigen sich über den Zustand der Zorge besorgt.

Jugendliche der Jugendkunstschule zeigen sich über den Zustand der Zorge besorgt.

Foto: Marcus Voigt

Die Jugendkunstschule hat mit einer Protestaktion auf die derzeitige Vermüllung der Zorge aufmerksam gemacht. Mit den auf Schilder gemalten Botschaften soll ein Umdenken bei der Bevölkerung angestoßen werden.

Im Rahmen einer Aktion haben neun Jugendliche des Materialmixer-Kurses in den letzten drei Wochen Müll im Bereich der Brücke an der Gerhart-Hauptmann-Straße gesammelt. Nicht einmal 100 Meter weit sind sie dabei wegen der großen Müllmengen gekommen. „Einer der Schüler hat sich sogar an einer Glasscherbe den Fuß verletzt“, klagt Kursleiterin Cornelia Krüger an.

„Autoreifen, volle Müllsäcke, Unmengen Glasflaschen und Plastikmüll“, nennen Sebastian Finck, Fanny Kamprad und Hendrik Wolf Beispiele, was bei der Aufräumaktion alles gefunden wurde. „Wir sind erschüttert, mehr Leute müssen etwas dagegen machen“, fordern die drei deshalb.

Cornelia Krüger plant in diesem Zusammenhang nun eine groß angelegte Müllsammelaktion nach den Herbstferien. Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, die Stadt Nordhausen, Schulen und der Angelfischereiverein sollen mit ins Boot geholt werden. „Wir können die Lebensader der Stadt nicht zumüllen. Hier könnte ein so schönes Naherholungsgebiet sein“, begründet Krüger ihr Engagement. Einerseits dürften Behörden nicht weiter die Zuständigkeit für das Problem von sich weisen, andererseits müsse die Bevölkerung verstärkt sensibilisiert werden.