Radweg soll Burgtonna und Gräfentonna verbinden

Gräfentonna  Strecke soll im Oktober freigegeben werden. Straßenamt Mittelthüringen fördert das Vorhaben zu 75 Prozent

Der Lückenschluss soll auch symbolische Bedeutung haben: Der Radweg zwischen Burgtonna und Gräfentonna kann gebaut werden. Wie Bürgermeister Heiko Krtschil (parteilos) informierte, bekommt die Gemeinde Tonna 260 000 Euro Fördermittel vom Straßenbauamt Mittelthüringen. Baubeginn soll im August sein, im Oktober will Krtschil die gut drei Kilometer lange Strecke freigeben.

Obwohl beide Orte schon seit Mitte der 1990er-Jahre die Einheitsgemeinde Tonna bilden, sind die Bürger noch immer nicht zusammengewachsen. Der Bürgermeister hofft, dass der Radweg auch den Weg zu ei­nem besseren Miteinander ebnet. Die Kinder können auf der Strecke in den Sommerferien ins Freibad nach Burgtonna fahren und die Burgtonnaer zum Beispiel zum Einkaufen nach Gräfentonna – ohne die Straße nutzen zu müssen.

Entstehen wird der Radweg auf dem alten Bahnverbindungsweg. Diesen hatten die Gemeinde schon vor geraumer Zeit gekauft.

„Der Radweg war mein Traum“, sagt Heiko Krtschil. Er ist selbst Radfahrer und sieht auch für die Gemeinde Potenzial bei dem immer mehr wachsenden Rad-Tourismus. Denn der Unstrut-Radweg und der Nessetal-Radweg sind nicht weit entfernt, wenn auch eine direkte Anbindung noch fehlt.

Mit 75 Prozent fördert das Straßenbauamt Mittelthüringen das Vorhaben. Die Gemeinde zahlt einen Eigenanteil von 380 000 Euro. „Es gibt sicher einige, die die Prioritäten anders gesetzt hätten“, weiß Krtschil, „aber ich halte den Radweg für wichtig“.

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