Rekordzahl beim elften Schülerfreiwilligentag

Weimar  550 Schüler beteiligen sich mit ehrenamtlichen Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen

Schüler der 6. Klasse des Humboldtgymnasiums haben im Papiergraben Holz für Lagerfeuer aufgestapelt.

Schüler der 6. Klasse des Humboldtgymnasiums haben im Papiergraben Holz für Lagerfeuer aufgestapelt.

Foto: Maik Schuck

Zum elften Mal gab der gestrige Schülerfreiwilligentag in Weimar Kindern und Jugendlichen einen Anlass für gute Taten. Initiiert von der Thüringer Ehrenamtsstiftung und organisiert von der Ehrenamtsagentur Weimar, beteiligten sich in diesem Jahr rund 550 Schüler – ein Rekord für Weimar.

„Es beginnt in der ersten Klasse und zieht sich bis in die neunten“, sagte die Koordinatorin für Weimar, Stefanie Lachmann. „Es werden immer mehr Schüler, die teilnehmen möchten.“ Mit der wachsenden Schülerzahl erweitern sich auch die Einsatzplätze. In diesem Jahr gab es 50 Einrichtungen an 45 Orten. Einer davon war die Kindertagesstätte „Sackpfeife“. „Jugendliche der neunten Klasse bauten gemeinsam mit den Kleinen Vogelhäuschen und sind total in dieser Aufgabe aufgegangen“, erzählte Lachmann.

„Wir freuen uns, wenn aus diesem Tag neue Aktionen entstehen. Viele engagieren sich dann auch außerhalb des Schülerfreiwilligentages“, resümierte die Koordinatorin. „Die Kids sehen dann auch mal etwas anderes. All das motiviert dazu, diesen Tag weiterzuführen.“ Der Blick auf die Gesellschaft und auf das Ehrenamt werde erweitert. „Sie finden Orte, Kontakte und kommen mit anderen Generationen zusammen“, sagte Lachmann.

Das war im Awo-Seniorenzentrum „Am Paradies“ der Fall. 19 Schüler bildeten dort mit 19 Senioren Zweierteams und absolvierten sieben Stationen, bei denen Wissen und Geschick gefragt waren. „Das Team ,Die wilden Hühner‘ hat gewonnen, knapp vor den ,Flotten Lotten‘“, sagte die Sozialarbeiterin und Leiterin des Teams Soziale Betreuung, Franziska Bonczyk. „Andere Senioren haben die Teams angefeuert.“ Sie seien jedes Mal glücklich, wenn die Kinder in die Einrichtung kämen. „Gute Jungs“, zitierte Bonczyk eine ältere Dame.

Am Sportplatz Lindenberg strichen unterdessen Siebt- und Neuntklässler das Geländer und zupften Unkraut. Belohnt wurden sie mit Bratwürsten, Melonen und kühlen Getränken.