Saurier-Erlebnispfad in Georgenthal eröffnet

Trotz Regenwetter waren Hunderte zur Eröffnungsfeier auf den Schlossplatz in Georgenthal gekommen. Bei den ersten geführten Wanderungen herrschte ein großer Andrang. Die Aufmerksamkeit wurde dabei auf bedeutende Fundstätte gelenkt.

Als es zur Eröffnung des Saurier-Erlebnispfades hieß, nicht Ehrengäste, sondern die Kinder sollten die Plane von der lebensgroßen Darstellung eines Plateosaurus entfernen, ging dies sehr schnell. Foto: Peter Riecke

Foto: zgt

Georgenthal. Wer denn da wohl gleich auftreten werde, wird sich mancher Autofahrer Sonntagnachmittag gefragt haben, wenn er von der Bundesstraße 88 einen Blick Richtung Georgenthaler Schlossplatz warf. Obwohl nicht mehr als ein flaches Holzplateau als Bühne, ein Kleintransporter, eine Schautafel und eine große, mit grüner Plasteplane abgedeckte Figur zu sehen waren, harrten dort hunderte Gäste im Regen aus, darunter viele Kinder.

Sie lauschten Ansprachen von Georgenthals Bürgermeister Peter Schneider, Gothas Landrat Konrad Gießmann (beide CDU), dem Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Apfelstädtaue Achim Seeber, Vertretern des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz und dem extra aus Berlin angereisten Geschäftsführer der Geo-Union, Christof Ellger.

Die Geo-Union ist der Dachverband aller geowissenschaftlichen Vereinigungen und Forschungseinrichtungen in Deutschland. Für sie ist der seit 2002 an jedem 3. Sonntag im September stattfindende Tag des Geotops der Höhepunkt des Jahres. An diesem Tag werden überall Sonderführungen angeboten. Für den Geopark Inselsberg - Drei Gleichen jedoch war am Sonntag die Einweihung des Saurier-Erlebnispfades in Georgenthal das Hauptereignis.

So sahen es wohl auch die vier Dutzend Kinder, die nach der Aufforderung, die mit acht Metern Länge größte lebensnahe Darstellung eine Sauriers am Beginn des Pfades zu enthüllen, kaum zu bremsen waren. Kinder lieben Saurier - so der Kommentar der Erwachsenen am Ort des Geschehens.

Der Saurier-Erlebnispfad ist etwa 4,5 Kilometer lang und führt zum Geo-Informationszentrum Lohmühle von Georgenthal in Richtung Tambach-Dietharz. Er verläuft meist in geringem Abstand zu einem Radweg, der kürzlich auf dem Gleisbett der ehemaligen Bahnstrecke gebaut wurde. An den Stationen mit so einprägsamen Namen wie "Vegetarier im Schuppenkleid" oder "Tambacher Liebespaar" sind die Urtiere nach den Funden in Originalgröße nachgestaltet.

Ziel ist unter anderem, damit auf die bedeutende Fundstätte Bromacker hinzuweisen.

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