Schweißtreibendes Spektakel beim Arreéfest in Niedersachswerfen

Niedersachswerfen  Das traditionelle Handwagenrennen zieht beim 24. Arreéfest in Niedersachswerfen viele Zuschauer an. Auch ein König wird gekrönt.

In diesem Jahr begaben sich beim traditionellen Handwagenrennen in Niedersachswerfen sieben Männer- und vier Frauenteams auf die

In diesem Jahr begaben sich beim traditionellen Handwagenrennen in Niedersachswerfen sieben Männer- und vier Frauenteams auf die

Foto: Doreen Hotzan

Es muss wohl Anfängerglück gewesen sein. Anders kann sich Piriena Frodl-Schellhammer ihren Sieg beim Handwagenrennen der Damen im Rahmen des 24. Arreéfestes in Niedersachswerfen am Samstag nicht erklären. „Wir kennen uns ja nicht mal“, sagt die 40-Jährige und blickt zu ihrer Teamkollegin hinüber. Die 24-jährige Caroline Kramer kann den Sieg auch noch nicht ganz fassen. Ein Zufall hat die beiden Frauen aus Niedersachswerfen und Schiedungen zusammengebracht. „Ich wollte eigentlich an einer der Stationen mithelfen, aber mein Bruder hat mich dann zur Teilnahme überredet. Und dann haben wir gleich den ersten Platz geholt“, erzählt Piriena Frodl-Schellhammer und lacht.

Ihr Bruder Alexander Frodl hat zum fünften Mal die Organisation des Handwagenrennens übernommen, bei dem in diesem Jahr sieben Männer- sowie vier Frauenteams angetreten sind. Der traditionelle Wettkampf läuft immer gleich ab. So müssen alle Teilnehmer auf der etwa 400 Meter langen Strecke in der Großen Bahnhofstraße vollen Körpereinsatz zeigen. In jedem Team gibt es jemanden, der den mit Holz beladenen Handwagen vorne zieht und einen, der hinten schiebt. „Der Wagen der Frauen wiegt 300 Kilogramm, der für die Männer 500 Kilogramm“, hebt Alexander Frodl eine Besonderheit hervor.

Teilnehmer bewältigen einige Aufgaben

Sowohl den Damen, als auch den Herren werden auf der Strecke mehrere Aufgaben gestellt. „Sie müssen an einer Station Brot und Knackwurst essen. Wenn der Mund leer ist, geht es weiter zum Sägen, wo sie eine Scheibe von einem Baumstamm absägen sollen. Dann wird gewendet“, erläutert der Organisator die weiteren Abläufe. Auf dem Rückweg zum Ziel ist ein weiterer Stopp vorgesehen, an dem die Teilnehmer etwas trinken dürfen. „Die Frauen bekommen 0,33 Liter Wasser, die Männer 0,33 Liter alkoholfreies Bier“, sagt Alexander Frodl.

Danach gelte es, so schnell wie möglich durchs Ziel zu kommen. Auch er selbst hat in den letzten Jahren immer teilgenommen. „Letztes Jahr wurde ich Zweiter“, erzählt er am Rande. Auch in diesem Jahr reicht es nicht für Platz 1.

Nach der Siegerehrung auf der Bühne wird im Festzelt pünktlich zur Kaffeezeit beim mittlerweile dritten Kuchenwettbewerb in der Kategorie Apfelkuchen der Kuchenkönig gesucht. Acht Teilnehmer wetteifern um den Titel, bei dem allein die Besucher entscheiden. Sie verkosten alle Kuchen und wählen daraus ihren Favoriten. Dirk Wackerhagen holt sich schlussendlich mit seiner Kreation noch vor Pia-Elaine Militzer und Vorjahressiegerin Marion Stadelmann den Sieg. Im nächsten Jahr fällt die Entscheidung dann in der Kategorie Bienenstich.

Auch ansonsten findet sich auf dem Programm des diesjährigen dreitägigen Arreéfestes viel Altbewährtes. So gibt es eine Disco für die Jugend, ein Feuerwerk, Tanz mit der Band Empire, einen Frühschoppen und ein Skat-Turnier. Mit einem Familientag mit vielen Attraktionen klingt das Fest dann aus.