Sinkende Schülerzahlen im grünen Bereich gefährden Blumentage

Görmar. Die 15. Auflage sahen am Wochenende 1500 Menschen im Audimax der Berufsschule. Heiko Zindler ist Orchideenpate.

Viele Kunden fanden am Samstagnachmittag und am Sonntag den Weg ins Audimax der Beruflichen Schulen – hier an den Stand eines Orchideenzüchters aus Stukenbrock. Fotos: Jens König

Viele Kunden fanden am Samstagnachmittag und am Sonntag den Weg ins Audimax der Beruflichen Schulen – hier an den Stand eines Orchideenzüchters aus Stukenbrock. Fotos: Jens König

Foto: zgt

Aus Dahlenburg, Allmosen, Schloss Holte-Stukenbrock und aus Mühlhausen, vertreten durch den Grünservice Schmidt, kamen die Aussteller der 15. Blumentage der Beruflichen Schulen. Die hatten mit ihren Abteilungen Handel und Gastronomie, Holz und Metall sowie Agrar das blühende Ereignis mit ihren Lehrer und Schüler vorbereitet. Getauft wurde am gestrigen Sonntagnachmittag auch eine neue Orchidee, gezüchtet von der Rölle Orchideen GbR in Stukenbrock. Heiko Zindler ist der Pate der Kreuzung einer Phalaenopsis Puppy und einer Phalaenopsis Moon Shadow, einer großen, repräsentativen Orchidee.

Trotz aller Freude über die blühenden Boten mischte sich etwas Skepsis unter die Veranstalter, Zweifel darüber, wie häufig man die Blumentage überhaupt noch organisieren kann. Die angehenden Floristen hat man bereits vor Jahren an die Berufsschule Erfurt verloren. Man hofft, die Gärtner zurückzugewinnen. In der Berufsfachschule Floristik und Gartenbau lernen nur noch junge Leute im zweiten, nicht aber im ersten Ausbildungsjahr. Und die Berufsfachschule Holz und Metall ist auch weg. Die Folge: Weil die Auszubildenden zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule weit pendeln müssen, haben in der Vergangenheit viele das Handtuch geworfen, sowohl von den jungen Leuten, als auch von den Ausbildungsbetrieben. Dabei gibt es, zum Beispiel bei den Floristen, einen großen Bedarf an Nachwuchsfachkräften.

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