Sollstedt Schützen feiern mit befreundeten Vereinen ihr Fest

Sollstedt  Der Vereinsvorsitzende des Schützenvereins, Detlef Keilholz, bedauert es sehr, dass das Interesse des Sollstedter Nachwuchses am freundschaftlichen Kräftemessen mit Luft- und Lichtgewehr sehr gering war.

Die neuen Sollstedter Majestäten. Sie bewiesen in diesem Jahr das sicherste Auge und die ruhigste Hand.

Die neuen Sollstedter Majestäten. Sie bewiesen in diesem Jahr das sicherste Auge und die ruhigste Hand.

Foto: Birgit Eckstein

Erfolgreiches Schießen ist im Sollstedter Schützenverein eindeutig Familiensache. Nachdem in den letzten Jahren die Familien König und Keilholz bei den Rennen um die Königswürden dominierten, gibt es nun einen neuen Namen, den man sich merken sollte: Freytag. Carolin als Schützenkönigin und Vater Thomas als 2. Ritter sind zwei der Majestäten, die am Samstag proklamiert wurden.

Mit Antje, 2. Dame, und Jens Gunkel, 1. Ritter, sammelte eine weitere Familie zwei Titel ein. Schützenkönig Wolfgang Schrecke und die 1. Dame Angelika Weber komplettieren die Riege der erfolgreichsten Schützen. Bei Keilholzens und Königs hielt in diesem Jahr der Nachwuchs die Familienehre hoch. Alina König siegte mit dem Luftgewehr vor Ronja Schmidt und bei den Jüngsten hatte Lea Keilholz vor Cousin Tristan, der zur Zeit mit seiner Schwester als Ferienkind bei Oma und Opa weilt, mit dem Lichtgewehr die Nase vorn.

Der Vereinsvorsitzende des Schützenvereins, Detlef Keilholz, bedauert es sehr, dass das Interesse des Sollstedter Nachwuchses am freundschaftlichen Kräftemessen mit Luft- und Lichtgewehr sehr gering war. Beim Pokalschießen der Schützenvereine siegte Niedergebra vor den Gastgebern. Für seine langjährige Mitgliedschaft im Schützenverein Sollstedt wurde Manfred Weber geehrt. Alina König konnte sich noch zusätzlich den Titel der Dorfmeisterin sichern. Der Nachwuchs steht also bereits für den Schützenverein in den Startlöchern. Mit Hansi Buchholz als Dorfmeister ist die Liste der diesjährigen Majestäten komplett.

Traditionell treffen sich die Sollstedter Schützen zu Beginn ihres Festes an der Kirche zur Kranzniederlegung im Gedenken an die Gefallenen der zwei großen Kriege. Pfarrer Werner Heizmann erinnerte in seiner Rede daran, dass Kriege keine Sieger kennen und das der Kampf um das Gute niemals aufgegeben werden darf. Man darf nicht resignieren, auch wenn Sätze wie „Schwerter zu Pflugscharen“ in der heutigen Zeit manchmal immer noch nach Utopie klingen. Es darf auch nicht geschehen, dass die Gefallenen vergessen werden, weil die Erinnerung an sie immer mehr verblassen. Es gibt ja immer weniger Menschen, die sie noch persönlich kannten. Und gerade deshalb sind diese Gedenkveranstaltungen immer noch wichtig.

Im Festzelt auf dem Schützenplatz eröffnete Michael Dommrich in Vertretung von Bürgermeister Claus Adam die Nachmittagsveranstaltung. Für den stellvertretenden Bürgermeister ist es das Entscheidende, dass etwas im Ort getan wird und die Hauptsache dabei ist, dass sich jemand den Hut aufsetzt. Und das ist bei den Sollstedter Schützen gegeben.

Detlef Keilholz, der Vereinsvorsitzende der Gastgeber, richtete seinen Dank an alle fleißigen Hände, die das Schützenfest ausgestalten. Von den 23 Mitgliedern im Sollstedter Schützenverein, ist jeder irgendwie bei den Arbeiten, sei es in der Vorbereitung oder bei der Durchführung, eingebunden. Nur gemeinsam kann ein Fest gut gelingen. Besonders stolz ist Detlef Keilholz auf die relativ große Damengruppe, die der Verein seit einiger Zeit aufzuweisen hat. Nur an Nachwuchs mangelt es leider immer noch.

Mit den befreundeten Vereinen aus Rehungen, Hainrode, Nieder- und Obergebra wurde nach dem offiziellen Teil fleißig im Festzelt weiter gefeiert.

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