Sondershausen verliert den einzigen Buchladen in der Stadt

Sondershausen  Nach drei Jahren gibt die Betreiberin die Wibu-Center-Filiale aus wirtschaftlichen Gründen auf.

Nach nur etwas mehr als drei Jahren wird die Filiale vom Wibu-Center in  Sondershausen geschlossen. Danach  gibt es in der Kreisstadt keine  Buchhandlung mehr.

Nach nur etwas mehr als drei Jahren wird die Filiale vom Wibu-Center in  Sondershausen geschlossen. Danach  gibt es in der Kreisstadt keine  Buchhandlung mehr.

Foto: Timo Götz

Ab morgen gibt es in Sondershausen wieder einmal keine Buchhandlung mehr. Die Filiale vom Wibu-Center in der Schösserstraße 8 öffnet heute zum letzten Mal. Schon bevor Inhaberin Silke Wiegmann-Hof vor etwas mehr als drei Jahren das Geschäft hier neu eingerichtet hatte, war in der Kreisstadt bereits einige Zeit lang keine Fachhandlung für Bücher mehr zu finden gewesen.

„Es lief leider nie so, wie erhofft. Und nachdem sich nun zum Ende der üblichen Anlaufzeit sogar abzeichnete, dass der Umsatz eher noch weiter zurückgeht, muss ich die Filiale aufgeben.“ Das erklärte die Buchhändlerin, die in Bad Sachsa das Stammhaus betreibt, gestern auf Nachfrage der Thüringer Allgemeinen.

Zu Beginn habe sie drei Angestellte in der Sondershäuser Filiale beschäftigt, erzählt sie weiter. Schon nach kurzer Zeit aber habe sie sich bereits wieder von einer Mitarbeiterin trennen müssen, weil die Kosten für deren Stelle wirtschaftlich nicht mehr tragbar gewesen sei. Zum Jahresende 2018 habe die Entscheidung festgestanden, dass sich das Geschäft in Sondershausen nicht mehr rechnet. Dass die Buchhandlung nun schon gleich im ersten Monat des neuen Jahres geschlossen wird, liege an einem für sie günstigen Umstand, erklärte die Inhaberin. Für das Ladenlokal am verlängerten Innenstadt-Boulevard habe sich innerhalb kürzester Zeit ein Nachmieter gefunden. Deshalb müsse sie die übliche Kündigungsfristen nicht einhalten. Ende Februar könne sie den Laden übergeben. Bis dahin muss sie die noch vorhandenen Warenbestände nach Bad Sachsa verfrachten. Einen Teil des Mobiliars könne sie dem Nachmieter hinterlassen, der dann ihrer Kenntnis nach Lebensmittel im ehemaligen Buchladen verkaufen will.

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