Strohbär schwärzte Kindern in Gospenroda das Gesicht

Gospenroda (Wartburgkreis). Bei sommerlichen Temperaturen war das Schwerstarbeit für den Bären, aber ein Spaß für viele Kinder im Ort. Fünf Tage ausgelassen gefeierte Kirmes fanden Montag in Gospenroda ihr Ende.

Der Strohbär ging um auf den Straßen von Gospenroda. Kindern, die in seine Fänge gelangten, wurde das Gesicht geschwärzt. Foto: Olaf Leffler

Der Strohbär ging um auf den Straßen von Gospenroda. Kindern, die in seine Fänge gelangten, wurde das Gesicht geschwärzt. Foto: Olaf Leffler

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Mit dem Strohbärenfest wurde der letzte Tag eingeläutet.

Bereits am Donnerstag zog die Kirmesgesellschaft mit ihren Gästen ins Festzelt zum Kirmesantrinken ein. Bei guter Stimmung standen Tanz und Spaß in den folgenden Tagen im Festzelt ganz oben. Am Montag wurde dann die Kirmes beendet. Dabei spielt der Brauch des Strohbären eine zentrale Rolle.

Beim Strohbärfest wird ein Strohbär durch die Straßen des Ortes geführt. Seine Häscher fangen die Kinder des Ortes ein, um sie zum Strohbären zu bringen, der den Kindern mit Ruß die Gesichter schwärzt. Für den Strohbären ist das keine leichte Aufgabe, bei sommerlichen Temperaturen seinen Dienst zu verrichten.

Eine gute Stunde braucht es, um den Strohbären fachgerecht einzupacken. Mit getrocknetem Stroh völlig eingepackt, bleibt dem Strohbären, der von einem Helfer fest an der Kette gehalten wird, kaum noch Bewegungsfreiheit, sodass er nicht selbst auf die Jagd nach den Kindern des Ortes gehen kann. Diese Aufgabe kommt Mitgliedern der Kirmesgesellschaft zu, die die gefangenen Kinder ihrem Strohbären zuführen. Doch in den meisten Fällen brauchen die Häscher nicht tätig zu werden. Zumeist kamen die Kinder selbst gelaufen, weil sie unbedingt auch etwas schwarze Farbe ins Gesicht bekommen wollten.

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