Studie: In Thüringens Kitas herrscht Erzieherinnen-Mangel

Gütersloh/Erfurt. In Thüringens Kindertagesstätten gibt es einer Studie zufolge zu wenige Erzieherinnen - im Vergleich der ostdeutschen Länder steht der Freistaat aber gut da.

Nach Rechnungen der Stiftung seien insgesamt 7850 zusätzliche Erzieherinnen im Land erforderlich. Im Bild: Kita "Kleine Entdecker" aus Großwechsungen. Foto: Roland Obst

Nach Rechnungen der Stiftung seien insgesamt 7850 zusätzliche Erzieherinnen im Land erforderlich. Im Bild: Kita "Kleine Entdecker" aus Großwechsungen. Foto: Roland Obst

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Eine Betreuerin kümmere sich durchschnittlich um 5,4 Kinder unter drei Jahren, hieß es in einer Mitteilung zum "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme", den die Bertelsmann Stiftung am Freitag in Gütersloh veröffentlichte. Darunter leide die Qualität der Kitas, hieß es. Die Experten empfehlen für diese Altersgruppe 3 Kinder pro Erzieherin.

Nach Rechnungen der Stiftung seien insgesamt 7850 zusätzliche Erzieherinnen im Land erforderlich. Das würde die Personalkosten um 346 Millionen Euro pro Jahr erhöhen. "Das ist eine gewaltige Kraftanstrengung, die sich aber lohnt, weil die Kita-Qualität entscheidend ist für gutes Aufwachsen und faire Bildungschancen aller Kinder", sagte Stiftungsvorstand Jörg Dräger.

Die Experten fordern daher mehr finanzielle Unterstützung des Bundes. "Der Kita-Rechtsanspruch hat die Bundesländer gezwungen, die Quantität der Kita-Plätze zu erhöhen. Nun sollte ein Bundes-Kita-Gesetz dafür sorgen, dass auch überall die Qualität stimmt", sagte Dräger.

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