Symbolische Verbindung zwischen den Ortsteilen

Tonna  Radweg auf altem Bahndamm zwischen Burgtonna und Gräfentonna fertiggestellt. Bürgermeister zweifelt nicht daran, dass Gemeinde profitiert

Bürgermeister Heiko Krtschil am Schild, das auf den neuen Radweg hinweist. 

Bürgermeister Heiko Krtschil am Schild, das auf den neuen Radweg hinweist. 

Foto: Sabine Spitzer

Sie hätte ein riesiges Fest werden können: die Eröffnung des Radwegs zwischen Burgtonna und Gräfentonna. „Aber ich bin kein Banddurchschneider“, sagt Bürgermeister Heiko Krtschil (parteilos).

Mit dem Radweg löste er eines seiner Wahlversprechen ein. Als er sich 2016 zur Wahl für das Bürgermeisteramt stellte, hatte er diesen Punkt sogar in seinen Flyern drucken lassen. Denn Krtschil geht es vor allem um die Verbindung, die der Radweg auch symbolisch zwischen Burgtonnaern und Gräfentonnaern schaffen soll. Der Zwist zwischen den Orten, die Mitte der 1990er-Jahre zur Einheitsgemeinde Tonna zusammengefasst wurden, sei ein gewachsenes Problem. Sowohl in Burg- als auch in Gräfentonna gebe es etliche Einwohner, die seit Jahren nicht den Tonnaschen Berg überquert hätten, der die beiden Ortsteile trennt.

Waldschänke soll noch aufgebaut werden

„Nun kommen Kinder aus Burgtonna zur Schule nach Gräfentonna, ohne die viel befahrene Hauptstraße queren zu müssen“, freut sich der Bürgermeister. Und auch in die andere Richtung sorgt der Radweg für mehr Verkehrssicherheit für die Kinder, wenn diese in den Sommerferien ins Freibad nach Burgtonna fahren. Krtschil hofft zudem, dass die Erwachsenen künftig die Strecke beleben, die auch als Gehweg genutzt werden kann.

Der Radweg verläuft auf dem alten Bahndamm und ist 1,7 Kilometer lang. Vier Monate dauerten die Bauarbeiten. Die Kosten: rund 400.000 Euro. Gestemmt werden konnte das Projekt dank Fördergeldern. So kamen 300.000 Euro vom ­ Straßenbauamt Mittelthüringen. Wie Krtschil informiert, muss die Gemeinde als Ausgleichmaßnahme noch ein Feuchtbiotop für die Wechselkröte anlegen. Dafür seien 50.000 Euro veranschlagt.

Der Radweg war Heiko Krtschils Traum. Denn er ist selbst Radfahrer, und er ist sicher, dass auch die Gemeinde vom wachsenden Rad-Tourismus profitieren kann. Von Tonna aus habe man die Anbindung in alle Richtungen – nach Erfurt, Eisenach und Bad Langensalza. „Wir werden hier kein Hainich“, ist sich der Bürgermeister bewusst, dass Tonna nie Dimensionen wie der Tourismus-Magneten erreichen kann. Dennoch werde die überregionale Nutzung als Lückenschluss angehen zwischen Unstrut-Radweg und Nessetal-Radweg nicht lange auf sich warten lassen, so Krtschil. Dafür sei lediglich noch die Beschilderung nötig.

Was noch fehlt auf dem neuen Verbindungsweg zwischen Burgtonna und Gräfentonna, das ist eine Rastmöglichkeit. Daher soll im Frühjahr eine Waldschänke aufgebaut werden.

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