TA-Podcast mit Kriminalbiologen Benecke: "So lange wird es Menschen nicht mehr geben"

In seinem Podcast „Hollitzer trifft“ spricht TA-Chefredakteur Jan Hollitzer diesmal mit Deutschlands bekanntestem Kriminalbiologen Mark Benecke.

Kriminalbiologe Mark Benecke in einem Labor.

Kriminalbiologe Mark Benecke in einem Labor.

Foto: Rocksau Pictures / dpa

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Erfurt. Dr. Mark Benecke ist Deutschlands berühmtester Kriminalbiologe und Forensiker. Mit Tattoos und Piercings übersät, begeistert der „Herr der Maden“ mit der Lösung kompliziertester Verbrechen und seiner Sicht auf das unbeliebte Thema Tod. Das Spezialgebiet des gebürtigen Rosenheimers sind Insekten und andere Kleinsttierchen, die sich auch auf und an Leichen befinden. TA-Chefredakteur Jan Hollitzer traf den 49-Jährigen in Erfurt. Nachfolgend einige Antworten in Auszügen.

...über Thüringen: Ich bin sehr gern da, meine Frau kommt ja auch aus dem Eichsfeld. Für Erfurt bin ich schon so eine Art Marken-Botschafter, habe mir auch die Puffbohne und Weihnachtsbaum Rupfi tätowieren lassen. Ich kann verstehen, dass er so beliebt war. Die Leute mögen, wie ich, das Unperfekte, das Schräge, das Unvollkommene.

...vegane Ernährung: Ich war stets Vegetarier und bin lange Veganer. Das hat nichts mit meinem Beruf zu tun. Sondern: Tiere sind für mich freundliche Lebewesen.

...Kunst: Ich bin großer Rammstein-Fan und auch Liebhaber der Werke von Sänger Till Lindemann, die in Ausstellungen zu sehen sind.

...Aufträge: Ich arbeite objektiv, parteiische Gutachten gibt es von mir nicht. In 27 Jahren Kriminalbiologie habe ich einmal erlebt, dass mich jemand bestechen wollte.

...DNA-Test: Der ist heutzutage kein Problem und auch nicht teuer, der ethnische Hintergrund ist über die letzten 5000 bis 10.000 Jahre nachweisbar. Das Kit dafür mit Wattestäbchen kann man bestellen und dann einschicken. Das ist ein Super-Weihnachtsgeschenk, zumal man seinen Stammbaum einpflegt, weil den Test ja schon Millionen Menschen gemacht haben und Verknüpfungen deutlich werden.

...Tod: Ihm wird oft plötzlich der Schleier genommen. Bei Verbrechen schaue ich in die finsteren Regionen, suche nach Spuren, die sich vielfältig finden.

Das Gespräch zum Anhören bei Spotify und Apple-Podcast oder hier:

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