Tausende Tassen Glühwein für den guten Zweck

Erfurt  Lions Club und Leos begünstigen 17 gemeinnützige Projekte mit Geld aus Glühweinverkauf während der Vorweihnachtszeit

Die Rollstuhlbasketballer André Bienek (links) Stefan Hahn und freuen sich über einen Scheck mit 2500 Euro von Lions-Präsident Thomas Malcherek (m.).

Die Rollstuhlbasketballer André Bienek (links) Stefan Hahn und freuen sich über einen Scheck mit 2500 Euro von Lions-Präsident Thomas Malcherek (m.).

Foto: Paul-Philpp Braun

Es ist eine gewisse Zufriedenheit, die in den Augen des Lions-Präsidenten Thomas Malcherek leuchtet, wenn er über den Glühweinverkauf seines Serviceclubs auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt spricht. „2018 war eine wirklich erfolgreiche Saison“, resümiert Malcherek, der im aktuellen Lions-Jahr den Club „Meister Ekkehard“ anführt. Drei Wochen lang verkauften die Freundinnen und Freunde des Clubs an ihrem Stand auf dem Anger Glühwein für den guten Zweck. Rund 2500 Liter – umgerechnet 10.000 Tassen – waren es, die bis zum Ende der Weihnachtsmarkt-Saison über den Tresen gingen und die einen Gewinn von 21.500 Euro einspielten. Rechnet man die 6850 Euro dazu, die der Lions-Nachwuchs, der Leo-Club, an seinem Stand auf dem Fischmarkt erwirtschaftete, so sind es mehr als 28.000 Euro, die allein diese beiden Serviceclubs beim jüngsten Erfurter Weihnachtsmarkt einnahmen.

Spenden über 28.000 Euro

Eine beachtliche Summe, die in den Clubs gesplittet und am Dienstagabend an soziale Projekte und Institutionen aus Erfurt und Umgebung verteilt wurde.

Im festlichen Rahmen, musikalisch begleitet von den Schülern des Königin-Luise-Gymnasiums, durften sich die Vertreter 17 verschiedener Organisationen und Institutionen sich über Spenden in Höhe von 500 Euro bis 3500 Euro freuen.

Sein Club habe, so erklärte Malcherek bei der Spendenübergabe in der Turnhalle der Christophorus-Schule, gemeinsam beraten, welche Projekte in diesem Jahr begünstigt werden sollen. Und auch die Leos hatten bereits im Vorfeld überlegt, wer vom Geld ihres Glühweinverkaufs profitieren soll.

Dabei kamen die Begünstigten aus einem breiten Spektrum des gesellschaftlichen Engagements. Erhielten neben der Christophorus-Schule selbst, auch das Albert-Schweitzer-Kinderdorf, die Wohngruppe „Buchenberg“ oder der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser eine Spende, gab es auch Geld für den Sport. So freuten sich beispielsweise die Rollstuhlbasketballer der „Thuringia Bulls“ über einen Scheck in Höhe von 2500 Euro. Geld, das gut ankommt, soll es bei den Bulls in einen Rugby-Rollstuhl investiert werden, der dann nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch bei der inklusiven „School Tour“ des Vereins gefahren werden soll.

Erstmalig wurde auch eine Sachspende übergaben. So spendeten die Leos der Gemeinschaftsschule „Otto Lilienthal“ bilinguale Bücher. Sie sollen der Integration von Schülern nichtdeutscher Herkunft, aber auch der Kommunikation der Schüler untereinander dienen.

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