Thüringer Mitarbeiter des Umweltministeriums auf Großwildjagd sorgt für Kontroversen

Erfurt. Der Fall des Abteilungsleiters im Thüringer Umweltministerium, der auf Großwildjagd in Afrika einen Elefanten erlegte, provoziert in den sozialen Netzwerken kontroverse Diskussionen. Nicht nur auf Facebook wird diskutiert - auf Twitter, Google Plus und der Homepage der Thüringer Allgemeine geht es kommentartechnisch hoch her.

Udo W. mit seinem ersten toten Elefanten. Foto: privat

Udo W. mit seinem ersten toten Elefanten. Foto: privat

Foto: zgt

Auch außerhalb des Internets sorgt der brisante Fall für Aufsehen. Von ARD Brisant über N24 bis RTL Aktuell und Thüringen Journal - In ganz Deutschland wird über den Thüringer Großwildjäger berichtet. Auch Radiostationen wie Landeswelle Thüringen oder MDR Thüringen informieren über den von der Thüringer Allgemeine publik gemachten Fall.

Es ist ein afrikanischer Elefant, erlegt in Botswana vom Zentralabteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz - das unter anderem für den Artenschutz im Land zuständig ist -, der für viel Aufregung sorgt.

Bei Twitter haben über 200 Menschen den TA-Artikel "retweetet" - was so viel bedeutet wie "teilen" bei dem sozialen Netzwerk Facebook. Sogar ein sogenannter Hash-Tag treibt bereits bei Twitter sein Unwesen. Unter "#FireUdoW" verbreiten die User ihre Kommentare zum Thema.

Über 130 Mal wurde der Artikel geteilt

Auf der Facebook-Seite der Thüringer Allgemeine haben bis 20:15 Uhr 105 Kommentatoren ihrer Empörung freien Lauf gelassen. Wir haben eine kleine Auswahl für euch zusammengestellt:

  • Gert Lange: Geht gar nicht! Solche Typen sollten gejagt werden.
  • Udo Gremler: Von was für Menschen werden wir regiert?
  • Enrico Blachnik: Der Mensch ist das gefährlichste Lebewesen der Welt!
  • Uwe Schimmel: Was wieder einmal mehr beweist, dass der Job NICHTS mit persönlichen Vorlieben zu tun hat...
  • Lüanka Wagner: Ich wünschte das diese Leute sofort entlassen werden. Schande!
  • Robin Klöppel: Auch wenn es legal ist. In führender Position im Umweltministerium habe ich eine Vorbildfunktion und jemand mit solch einer Einstellung hat auf dieser Stelle nichts zu suchen
  • Helmut Wiegand: Es ist nicht alles edles Metall was glänzt. Der Beweis dafür sind ja die Fotos von einem vom Größenwahn befallenen Beamten. Man sollte das Bild, mit erkenntlichem Foto des Mannes, in allen Zeitungen veröffentlichen. Ob es hilft andere davon abzuhalten? Wahrscheinlich nicht, wenn man die Aussage vom Sprecher des Ministers liest, Zitat: Ein Sprecher von Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) sagte, dass es nicht von Interesse sei, was Beamte in ihrer Freizeit täten - so lange sie sich an Recht und Gesetz hielten. Hier scheint alles unter einer Decke zu stecken wo Moral und Gewissen nicht existiert.
  • Steffen Engel: Sofort versetzen den Mann. Aus dem Amt entlassen geht sicher nicht. Hätte viele gute Ideen was er machen kann.

Abteilungsleiter im Thüringer Umweltministerium brüstet sich mit totem Elefanten