US-Army-Hubschrauber landen in geheimer Mission in Erfurt

Erfurt  Vier Hubschrauber der US-Army legten am Montag insgesamt zwei Zwischenstopps am Erfurter Flughafen ein.

US-Militärmaschinen – hier ein „Chinook“-Helikopter – landen am Erfurter Flughafen. Foto: Kai Mudra

US-Militärmaschinen – hier ein „Chinook“-Helikopter – landen am Erfurter Flughafen. Foto: Kai Mudra

Foto: zgt

Ein ungewohntes Dröhnen erfüllte gestern kurz vor 13 Uhr die Luft am Erfurter Flughafen. Der Blick in den Himmel offenbarte Ungewöhnliches. Vier Helikopter, darunter ein Transporthubschrauber „Chinook“ sowie drei „Apache“-Maschinen, befanden sich von Westen kommend im Landeanflug.

Ein Sprecher des Flughafens Erfurt-Weimar bestätigte dieser Zeitung lediglich die Landung der Hubschrauber des US-Militärs. Weitere Angaben könnten nicht gemacht werden, hieß es. Selbst die Frage, ob der Zwischenstopp nur dem Auftanken diente, blieb ein Geheimnis.

Etwa eine halbe Stunde später starteten die vier Militärmaschinen wieder und flogen nach einer Schleife in Formation Richtung Nordosten davon. Dabei kamen sie noch einem Sportflugzeug recht nah, das sich aus Westen gerade dem Flugplatz näherte. Die Gefahr einer Kollision bestand allerdings nicht.

Der Versuch, über gängige Apps zu erfahren, welches Ziel die US-Militärmaschinen ansteuern oder woher sie nach Erfurt geflogen waren, scheiterte. Die Helikopter tauchten in keinem der Programme auf.

Der ungewöhnliche Vorgang war schon fast vergessen, als ein erneutes Dröhnen nach 16 Uhr offenbar wieder die vier US-Militärmaschinen im Formationsflug am Himmel über dem Erfurter Flughafen zeigte. Sie hatten auf ihrem Rückflug eine weitere Zwischenlandung in Erfurt eingelegt.

Kurz vor Sonnenuntergang starteten sie dann wieder und setzen ihren Flug in Richtung Westen fort. Auch diesmal war es nicht möglich, per App die Route der Hubschrauber zu verfolgen oder ihre Herkunft genauer zu bestimmen.