Verletzter Storch eingefangen - Er bekommt eine Beinprothese

Görsbach. Der verletzte Storch von Görsbach ist wieder in Obhut von Storchenvater Andreas Rzehak. Das teilte Rzehak am Abend mit. Das Tier hatte in der letzten Zeit seine Jungen schon nicht mehr gefüttert und hat auch nicht auf dem Nest übernachtet.

Der Storch hat ein Bein verloren.

Foto: zgt

<p>"Der Storch stand immer auf einem Dachfirst von benachbarten Häusern", berichtet Rzehak weiter. "Am Sonnabend habe ich ihn auf den Wiesen zwischen Görsbach und Auleben angetroffen und das erste Mal gesehen, dass er den abgestorbenen Teil vom Bein verloren hat. Mit dem Auto kam ich relativ nah an ihn heran, aber nicht nah genug, um einen Fangversuch zu starten. Am Sonntagmorgen fand ihn dann Robert Zimmermann auf seinem Grundstück im Garten. Mit ausgespreizten Flügeln lag er an einer Stelle, von der er schlecht fliehen konnte. Zusammen mit ihm ist es uns gelungen, den Storch dort einzufangen. Am selben Tag habe ich ihn noch zu Dr. Michael Kaatz auf den Storchenhof nach Lohburg gebracht. Körpergröße und Schnabellänge weisen darauf hin, dass es das Storchenweibchen ist. Sie wog nur noch 2,7 Kilogramm, (normal sind 3,5-4,00 Kg) und muss zwangsernährt werden, was aber kein größeres Problem ist. Nach einer Woche hat sie schon zugenommen, und wenn es mit ihr weiter bergauf geht, könnte sie eine Prothese bekommen und muss nicht eingeschläfert werden. Dieses Wochenende konnte ich noch eine interessante Entdeckung machen. Es muss der Fuß von der Störchin sein, der auf dem Nestrand liegt. In etwa zwei bis drei Wochen müsste der junge Storch flügge sein, erst dann kann ich an das Nest um nachzuschauen."</p>

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