Versicherung zahlt nach Brand von Schloss Ehrenstein 13,3 Millionen Euro

Ohrdruf. 13,3 Millionen Euro zahlt die Versicherung­ nach dem Brand 2013 auf Schloss Ehrenstein in Ohrdruf (Landkreis Gotha). Bürgermeisterin Marion Hopf informierte Mittwoch, dass das Gutachten den Zustand des Schlosses bewertete, wie er wenige Sekunden vor dem Unglück war.

Am 26. November 2013 stand das Schloss Ehrenstein in Ohrdruf in Flammen. Nun hat ein Versicherungsgutachten den Schaden beziffert Foto: Alexander Volkmann

Am 26. November 2013 stand das Schloss Ehrenstein in Ohrdruf in Flammen. Nun hat ein Versicherungsgutachten den Schaden beziffert Foto: Alexander Volkmann

Foto: zgt

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Das sei sicherlich viel Geld. Allerdings wurden laut Hopf bereits 1,2 Millionen Euro für die Entkernung und den teilweisen Abriss ausgegeben, womit von der Versicherungssumme nur noch 12,1 Millionen Euro blieben. Und die Arbeitsgemeinschaft, die sich seit Monaten mit dem Wiederaufbau beschäftigt, hat errechnet, dass 14,5 Millionen Euro nötig sind. „Folglich klafft eine Lücke von 2,4 Millionen Euro“, machte Marion Hopf deutlich.

Wie diese geschlossen werden soll, sei bisher noch unklar. Auf jeden Fall würden Fördermittel beantragt und Eigenmittel der Gemeinde eingesetzt werden. Und sie hofft auch, dass die Spendenbereitschaft nicht nachlässt. Bisher wären von Firmen, Stiftungen und von Privatleuten etwa 140 000 Euro zusammengekommen.

Nach Abschluss des Sachverständigenverfahrens, das zwei unabhängige Gremien erstellten, starten nun die Ausschreibungen für den behindertengerechten Wiederaufbau. Dieser wird bis 2017 in drei Bauabschnitte geteilt: Ost-, Süd- und Westflügel. Der Nordflügel, der beim verheerenden Brand des gerade sanierten Renaissanceschlosses am 26. November 2013 kaum in Mitleidenschaft gezogen wurde, bleibt erhalten.

Das Schloss soll moderner und sicherer werden. So ist ein weiterer Fahrstuhl geplant und es sind mehr Toiletten angedacht.

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