Viele Besucher im Stadtteilzentrum

Herrenberg  Tag der offenen Tür im Stadtteilzentrum Herrenberg

Vico übt im Stadtteilzentrum Breakdance – und zeigt schon einiges.

Vico übt im Stadtteilzentrum Breakdance – und zeigt schon einiges.

Foto: Casjen Carl

Die ersten Pflanzen sind gesetzt. Doch irgendwie lohnt es sich auch immer wieder, auf sich aufmerksam zu machen. In diesem Sinne lud das Stadtteilzentrum Herrenberg am Samstag zur Eröffnung der Gemeinschaftsgärten und zu einem Tag der offenen Tür.

Die Flächen um den Bau, der vielen noch als Jugendclub „Urne“ bekannt ist, sind inzwischen dicht belegt. So gut ist die Resonanz auf das gärtnerische Angebot zwischen Hochhäusern. Es seien ganz unterschiedliche Leute, die Flächen bewirtschaften. Senioren, die früher einen Kleingarten hatten oder Studenten, die sich ausprobieren wollen, erklärt Mario Binar, der den Gemeinschaftsgarten betreut und mit dem Verein „Art for Life“ im StZ aktiv ist.

„Es ist ein Thema, bei dem man schnell warm miteinander wird“, sagt er und meint, dass das Konzept, auf diese weise Leute aus ihrer Einsamkeit im Plattenbau zu locken, aufgeht.

Begleitend gibt es zu den Gärten auch Workshops und Vorträge, die das Thema aufgreifen. „Dann gibt es Wissenswertes, wie und was man gut auf Balkonen anbauen kann. Stichwort vertikales Gärtnern.“

Leute zu unterstützen, ihre eigenen Ideen umzusetzen, ist der Grundgedanke, den das Team von „Plattform e.V.“ umsetzen will. Anna Römer und ihre Mitstreiter freuen sich, dass durch verschiedene Gruppen viel Leben ins Haus kommt. So treffen sich Anwohner zum Yoga oder Kinder zum Breakdance. Neu hinzu gekommen sind Schachspieler, die hier Partien ausfechten.

Als großes Ziel und Projekt verfolgt Plattform immer noch, einen Café-Container vor dem Haus aufzustellen. Noch hapert es an Genehmigungen. „Für viele ist es eben immer noch eine zu hohe Schwelle, einfach ins Haus zu kommen“, sagt Anna Römer.

Der Samstag zeigte gut: Wenn etwas vor und rings ums Haus los ist, bleiben die Leute gern für eine Weile hier.