Viele Inspirationen und „Kommunikation pur“

Weimar  „Open Garden – Offene Gärten“ in Stadt und Landkreis mit mehr als 1000 Besuchern – auch Schulgarten erstmals dabei

Den von den Drittklässlern im Schulgarten vorbereiteten Baugrund für die „Laube der Phantasie“ zeigten (v.l.) Celine (9), Madalena (9) und

Foto: Christiane Weber

Bereits vor Öffnung des einzigen Eintrittsgartens in der Stadt hatte sich eine lange Warteschlange gebildet, berichtet Kati Schuchert vom Erfolg der Offenen Gärten am Sonntag. Sie seien „förmlich überrannt worden“. Mehr als 1000 Besucher nutzten die Chance, einen Blick in fremde Gartenwelten zu werfen. In Stadt und Landkreis waren 48 Gärten geöffnet. „Von der ersten Minute an war das Interesse groß“, sagt Kati Schuchert, zumal auch das Wetter mitspielte.

„Es war wunderschön“, zeigte sich in Weimar Anja Carrà noch am Tag danach begeistert von der „sehr entspannten Atmosphäre, den vielen netten Leuten und interessanten Gesprächen“. Auf rund 300 Gartenfreunde schätzt sie die Zahl der Besucher allein im Garten ihrer Familie, der erstmals bei den „Open Gardens“ dabei war. Hier wie auch in anderen Gärten kam selbst gebackener Kuchen „super gut an“. Im nächsten Jahr wolle sie auf jeden Fall wieder mitmachen. „Das ist Kommunikation pur“, begründet Horst Schöne, warum er mit seiner Familie immer wieder teilnimmt. Als passionierter Gartenliebhaber und -kenner weiß er, wie sehr Gartenfreunde den Erfahrungsaustausch schätzen. Er stellte zudem sein erstes Gartenbuch vor, das sich dem Thema Gräser widmet.

Erstmals seine Pforten geöffnet hatte auch der Schulgarten der Parkgrundschule in Ehringsdorf. Dort staunten die Gäste nicht nur über das weitläufige Areal mit seinen unterschiedlichen Gartenräumen. „Die 1. bis 4. Klassen haben täglich Schulgartenunterricht“, erklärte Schulleiterin Ines Küthe. Stolz präsentierten Drittklässler den Bauplatz für ihre neue „Laube der Phantasie“. Den kreisrunden Baugrund haben sie selbst mit vorbereitet, Erde wurde ausgehoben und anschließend wurden 4,2 Tonnen Kies verteilt. Die Laube entsteht im Rahmen des Projektes Kulturagenten für Thüringer Schulen. 51 Schülerinnen und Schüler der Klasse 3 sind daran beteiligt.

„Das Auge Gottes“ strahlte den Besuchern im Kirchgarten Ehringsdorf entgegen: Dort setzten nicht nur Pflanzen besondere Blickpunkte, sondern auch kirchliche Kunstwerke der Park-Grundschüler. Auch Rosenkreuz, Himmelsleiter und Brennender Busch hatten sie inspiriert. Für die Spenden aus Kaffee-, Kuchen- und Pflanzen- verkauf soll ein „Frommer Apfelbaum“ gesetzt werden, informierte Christine Lässig, die den Kirchgarten betreut. Das Besondere: Der Apfelbaum trägt sechs verschiedene Apfelsorten: Hanauer Bischofsmütze, Martini, Adams Parmäne, Paradiesapfel, Glockenapfel und Geflammter Kardinal. Im nächsten Jahr wird er zu bewundern sein.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.