Von Gotha nach Berlin: „Frieden geht!“

Gotha  Zwischenstation des Marsches gegen deutsche Rüstungsexporte auf dem Neumarkt – Läufer tragen Friedensbotschaft weiter

„Frieden geht“ – und fährt auch Rad. Gisela Frank hat den Staffelstab in Gotha auf dem Neumarkt entgegengenommen, um die Friedensbotschaft der bundesweiten Aktion gegen deutsche Rüstungsexporte weiter nach Erfurt zu tragen.

„Frieden geht“ – und fährt auch Rad. Gisela Frank hat den Staffelstab in Gotha auf dem Neumarkt entgegengenommen, um die Friedensbotschaft der bundesweiten Aktion gegen deutsche Rüstungsexporte weiter nach Erfurt zu tragen.

Foto: Wieland Fischer

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„Für den Frieden ist uns kein Weg zu weit.“ Das sagen sich Andrea Kolax, Ellen Rattmann, Sabine Lindner, Bettina Thomas, Michael Seidel und Wolfgang Kühne. 13 Kilometer haben sie am Dienstagmorgen dafür zurückgelegt. Von Fröttstädt nach Gotha bewältigen sie eine Etappe des Marschs „Frieden geht!“, der quer durch Deutschland führt.

Dessen Teilnehmer treten damit gegen deutsche Rüstungsexporte auf. Sie joggen, wandern oder fahren Rad. Seit 21. Mai legen sie in Etappen insgesamt 1162 Kilometer von Oberndorf (Baden-Württemberg) nach Berlin zurück. Gotha ist eine Zwischenstation der Tagesetappe von Eisenach nach Jena über 108 Kilometer.

Pastorin Angela Fuhrmann und Pascal Nicolai vom Freytag-Gymnasium nehmen als Friedenstorträger die Läufer vor der Margarethenkirche in Empfang. Während Freytag-Schüler den Joggern Getränke reichen, nimmt Gisela Franke aus Erfurt den Staffelstab auf, um die Friedensbotschaft in die Landeshauptstadt per Rad zu tragen.

Mit dieser groß angelegten bundesweiten Aktion wenden sich die etwa 2000 Teilnehmer und 18 Trägerorganisationen gegen deutsche Rüstungsexporte. „Zwei Drittel der Deutschen sprechen sich gegen Rüstungsexporte aus. Dennoch exportieren deutsche Hersteller Waffen in Krisengebiete dieser Welt“. sagt Theresa Bachmann, die seit Stuttgart den Friedensgang begleitet.

In Gotha sind am Dienstag 745 Kilometer zurückgelegt. Am 2. Juni erreicht der Staffellauf die Bundeshauptstadt. Dort ist eine Abschlusskundgebung geplant, um die Botschaft dann einem Vertreter der Bundesregierung zu übergeben

Der 67-jährige Wolfgang Kühne aus Gotha steht voll hinter dem Anliegen. „Ich bin voll Dankbarkeit, dass wir hier seit Jahrzehnten in Frieden leben können“, sagt der passionierte Langstreckenläufer. Sabine Lindner, bekannt als Mittelalter-Sängerin Klara von Querenberg, hat die Strecke mit ihrem Husky zurückgelegt. Sinnigerweise nennt sie den „Friede Friedlich“.

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