Von Projekten, die in Sömmerda Menschen Hilfe geben

Sömmerda  Bundestagsabgeordneter Christoph Matschie (SPD) informierte sich bei der Talisa

Christoph Matschie lauscht den Schilderungen von Mirco Behrens, der mit seinem eineinhalbjährigen Sohn Alessio gern zur Talisa kommt. Foto:

Christoph Matschie lauscht den Schilderungen von Mirco Behrens, der mit seinem eineinhalbjährigen Sohn Alessio gern zur Talisa kommt. Foto:

Foto: zgt

„Man geht nicht umsonst hin. Man bekommt gerade von den Rentnern so viel zurück, wenn man sieht, wie glücklich sie nach einem Nachmittag bei uns nach Hause gehen.“ Seit April hilft Mandy Pfanzelt ehrenamtlich im Projekt Alibaba II der Talisa in Kölleda. Backen, spielen, Gehirnjogging gehören zu den Aktivitäten, zu denen man sich trifft. „Seit 1. August darf ich Bundesfreiwilligendienst machen“, freut sich Mandy Pfanzelt. Auch wenn es nicht viel Geld gibt, sie möchte diese Tätigkeit nicht missen und hofft, dass es in das ursprünglich als Frauen- und Kinder-Projekt ins Leben gerufene Alibaba II bald auch wieder mehr junge Leute zieht.

Um möglichst praktisch zu sehen, was bei den Menschen passiert und wo Unterstützung benötigt wird, besuchte der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Matschie gestern den Verein Talisa in Sömmerda. Regionalleiterin Andrea Jünger und einige ihrer Mitstreiter stellten Projekte vor, die die Talisa Sömmerda mit ihren Außenstellen in Kölleda und Arnstadt realisiert.

Zu den langjährigen Helfern gehört Jenny Oelke, die seit neun Jahren dabei ist – ehrenamtlich, als 1-Euro-Jobber, über den Bundesfreiwilligendienst und seit 1. Juli 2016 über öffentlich geförderte Beschäftigung als Willkommenscoach. Sie engagiert sich in der Seniorenbetreuung, bei der Versorgung der 332 Schüler in der Diesterweg-Grundschule mit gesundem Frühstück, kümmert sich um Migranten. Warum sie statt der möglichen drei Jahre Beschäftigung nur zweieinhalb bewilligt bekam, ist Jenny Oelke allerdings unverständlich.

Christoph Matschie versprach, da noch einmal nachzuhaken. Möglicherweise passe für sie auch ein neues Gesetz zur Förderung Langzeitarbeitsloser, das im Bundestag verabschiedet werden soll. Vor dem Talisa-Besuch hatte er sich mit dem Geschäftsfüher des Jobcenters in Sömmerda über die geplanten neuen Regelungen unterhalten. Diese ermöglichten eine Eingliederung über einen längeren Zeitraum von bis zu fünf Jahren und seien recht einfach umsetzbar, sieht er Vorteile.

Von der Arbeit der Talisa, zu der Beratungen (2017 waren es 714) wie auch die Begleitung von Langzeitarbeitslosen, Hilfe beim Umgang mit Behörden oder die Bewirtschaftung eines Gartens in Kölleda gehören, von der Meinhard Kloß berichtete, zeigte sich der Bundestagsabgeordnete beeindruckt. Unterstützung versucht er auch für die Renovierung des Nachbarschaftszentrums der Talisa am GutsMuths-Platz in Sömmerda zu vermitteln, das im Oktober neu eröffnet werden soll.

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