Wartburgkreis stoppt Aufnahme von Flüchtlingen

Erfurt. Der Wartburgkreis hat die Aufnahme von Flüchtlingen vorübergehend gestoppt. Der Kreis sei bei der Unterbringung der Menschen an seine Kapazitätsgrenze angekommen, nachdem 2014 über den Verteilschlüssel hinaus Flüchtlinge aufgenommen wurden, teilte das Landratsamt am Donnerstag mit.

"Wir haben aktuell sämtliche Möglichkeiten für die Unterbringung von Flüchtlingen ausgeschöpft", erklärte Landrat Reinhard Krebs (CDU). Foto: Birgit Schellbach

"Wir haben aktuell sämtliche Möglichkeiten für die Unterbringung von Flüchtlingen ausgeschöpft", erklärte Landrat Reinhard Krebs (CDU). Foto: Birgit Schellbach

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Beim Landesverwaltungsamt in Weimar sei ein Antrag gestellt, dem Kreis zunächst keine Flüchtlinge mehr zuzuweisen. In diesem Jahr wird mit einem deutlichen Anstieg der Hilfesuchenden auf bis zu 9000 in Thüringen gerechnet. Im vergangenen Jahr waren es etwa 6000.


Die Situation würde noch durch den bis Ende März geltenden Winterabschiebestopp verschärft, begründete das Landratsamt sein Vorgehen. "Wir haben aktuell sämtliche Möglichkeiten für die Unterbringung von Flüchtlingen ausgeschöpft", erklärte Landrat Reinhard Krebs (CDU).

Es seien bereits Plätze in einer Jugendherberge und in einer Obdachlosenunterkunft gemietet worden. Wohnungen in einem vertretbaren Zustand gebe es kurzfristig nicht. Auch die Betreuung der Flüchtlinge stoße trotz zwei zusätzlicher Sozialarbeiter an Grenzen. Der Winterabschiebestopp der rot-rot-grünen Regierung ist umstritten. CDU und AfD sind dagegen.

Ramelow: Thüringen braucht Flüchtlinge

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