Weihnachtspäckchen auf dem Weg in die Ukraine

Weimar  Fahrer des Konvois mit Spenden auch von vier Service-Clubs aus Weimar, Erfurt und Jena wurden im Weimarer Land mit Gebratenem vom Rost überrascht

Die Konvoi-Besatzung beim Gruppenbild mit Helfern von Round Table Weimar, Erfurt und Jena und Frauen vom Ladies' Circle Erfurt. Foto: Round Table Weimar

Die Konvoi-Besatzung beim Gruppenbild mit Helfern von Round Table Weimar, Erfurt und Jena und Frauen vom Ladies' Circle Erfurt. Foto: Round Table Weimar

Foto: zgt

Es ist wieder so weit. Was 2001 mit wenigen Fahrzeugen begann, jährt sich zum 15. Mal. Der Weihnachtspäckchenkonvoi der Service-Clubs Round Table, Ladies‘ Circle, Old Tablers, Tangent und viele helfende Hände von Freunden und Unterstützern machten es möglich, dass seit Samstag wieder zahlreiche Laster aus ganz Deutschland mit etwa 65 000 Weihnachtspäckchen Richtung Osteuropa unterwegs sind.

Die Idee dabei ist, dass sich zunächst die Kinder hier aktiv und bewusst am Päckchenpacken beteiligen. Sie schenken Dinge von sich, die noch gut erhalten sind, aber nicht mehr gebraucht werden. Und bereiten so einem Kind in Rumänien, der Ukraine oder in Moldawien in der Weihnachtszeit eine große Freude, da es in diesen Ländern vielerorts an vielem fehlt, was für deutsche Kinder selbstverständlich ist.

So werden im Vorfeld Spielsachen, Kinderkleidung, Hygieneartikel, Mal- und Schreibutensilien, Schulbedarf, Süßigkeiten und vieles mehr gesammelt und verpackt. 65 solcher Sammelstellen gab es in Deutschland, wobei die Packstation in Thüringen von Round Table Weimar organisiert wurde. Die befreundeten Tische aus Erfurt und Jena sammelten zunächst ebenfalls Geschenkspenden vor Ort und halfen dann in Weimar dabei, die gespendeten Päckchen aus dem Thüringer Raum zu sortieren und transportgerecht auf Paletten zu bringen.

Laster müssen 2000 Kilometer bewältigen

Als die Laster am Samstag in Hanau starteten und durch Thüringen rollten, haben sich die Männer von Round Table Weimar, Erfurt und Jena und die Frauen vom Ladies‘ Circle Erfurt für die Fahrer des Konvois einen ganze besonderen Truck-Stop einfallen lassen. Am Rastplatz Eichelborn Nord wurde kurzerhand typisch thüringisch ein Rost aufgebaut, um neben Kaffee und Kuchen auch Hackfleisch-Klopse und Bratwurst zur Stärkung bieten zu können.

Die Laster-Fahrer und mitfahrenden freiwilligen Helfer für die Verteilung der Päckchen vor Ort waren sichtlich begeistert und nahmen diese kleine Überraschung dankend an. Diese Stärkung konnten alle auch gut gebrauchen; schließlich sind bis zum Zielort in der Ukraine knapp 2000 km zu bewältigen.

„Wir wünschen dem gesamten Konvoi noch eine gute Reise und freuen uns schon jetzt auf den Weihnachtspäckchenkonvoi im nächsten Jahr“, gab Round Table Weimar Präsident Thomas Steineke den Fahrern noch mit auf den Weg.