Weimar sucht einen Platz für den City-Skyliner

Weimar.  Der mit 81 Metern höchste mobile Aussichtsturm der Welt kommt im Mai in die Kulturstadt.

Ein Blick auf die rotierende mobile Aussichtsplattform City-Skyliner vor der Fassade des Rathauses in Essen.

Ein Blick auf die rotierende mobile Aussichtsplattform City-Skyliner vor der Fassade des Rathauses in Essen.

Foto: Ulrich von Born

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Zunächst war es nur eine Idee: Die Skyliner GmbH aus Ratingen will mit ihrem City-Skyliner nach Weimar kommen. Der höchste mobile Aussichtsturm der Welt stand im Herbst in Weimars Partnerstadt Trier. Platziert war die rotierende Aussichtsplattform für mehrere Wochen am Roten Turm in der Mustorstraße nahe der Konstantin-Basilika. Gut denkbar, dass dort die Idee reifte, auch die Thüringer Kulturstadt ins Auge zu fassen, obwohl sie erheblich kleiner ist als alle bisherigen Standorte.

Mit seinen insgesamt 81 Metern Höhe bietet der Turm nicht nur unvergleichliche Ausblicke – er ist auch selbst weithin zu sehen. Hinzu kommt ein Gewicht von 270 Tonnen. Mindestens 24 mal 24 Meter braucht er allein als Stellfläche. Hinzu kämen Nebenanlagen. Das macht die Standortsuche schon zu einer Herausforderung.

Auf der Suche nach einem geeigneten Standort für den Skyliner

Bürgermeister Ralf Kirsten, in dessen Dezernat die Anfrage landete, steht der Idee positiv gegenüber. Dennoch meint er: „Die kommerziell betriebene Attraktion soll die Stadt natürlich möglichst wenig kosten.“ Der erste Standortgedanke – der Stadionvorplatz – hatte damit nicht höchste Priorität. Dort würden an der günstigsten Stelle über acht Wochen täglich mindestens 20 Pkw-Stellplätze wegfallen. Der gesperrte Bereich am Stadtring käme wegen des maroden Asbachkanals gar nicht infrage.

Auf dem Rollplatz wäre der Stellplatz- und Einnahme-Verlust noch größer. Zudem wäre dort, wie die Riesenrad-Erfahrung beim Zwiebelmarkt lehrt, keine zweite Platznutzung neben dem City-Skyliner möglich. Den Betreibern zu weit abgelegen ist dagegen das Kaufland-Gelände. Der City-Skyliner soll in die Innenstadt.

Landesverwaltungsamt als unmittelbarer Nachbar müsste zustimmen

Wäre das sogenannte Gauforum ein Standort? Zunächst müsste dort die Tragfähigkeit der Tiefgaragendecke ergründet werden. „Die 270 Tonnen wirken ja nicht als Punktlast, sondern werden auf sechs Stützen verteilt“, erläutert Erhard Skupch, der für die Skyliner GmbH mit der Stadt die Absprachen trifft. Doch ob das Landesverwaltungsamt als unmittelbarer Nachbar zustimmen würde? Es stand einer Nutzung der Grünfläche auf der Tiefgarage oft ablehnend gegenüber. Ähnlich sieht es mit dem Stepháne-Hessel-Platz vor dem Bauhausmuseum aus. Hier gäbe es mit der Klassik-Stiftung und dem Landesverwaltungsamt gleich zwei Nachbarn. Zudem könnte dort der 270-Tonnen-Koloss wohl die Gewährleistung für die neue Platzoberfläche gefährden.

Doch was ist möglich? Der Markt und der Goetheplatz. Am Markt müsste sich der Skyliner mit mehreren Sondernutzungen im Frühjahr, der Rathaus-Baustelle und dem Wochenmarkt arrangieren. Dennoch ist er nicht ganz aus dem Standort-Rennen. Beste Chancen hat aber der Goetheplatz vor der Hauptpost, wenn sich der Skyliner und das Internationale Frauenradrennen arrangieren können. Weimar ist am 30. Mai Etappenort für die „Lotto Thüringen Ladies Tour“. Mit Start und Ziel auf dem Goetheplatz.

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Mit dem „City Skyliner“ 72 Meter hinauf

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