Weimarer erringen den Family-Cup

Dortmund  Die „MülleRBande“ ist in Dortmund erfolgreich und erhält den großen BVB-Pokal vor der legendären Südtribüne

Weimars stolze Sieger beim großen BVB-Family-Cup in Dortmund.

Weimars stolze Sieger beim großen BVB-Family-Cup in Dortmund.

Foto: Hubert Lehnigk

„Venimus, vidimus, lusimus, vicimus. – Wir kamen, sahen, spielten, siegten“, schrieb Team-Kapitän und Lateinlehrer Thomas Müller über seinen Bericht aus Dortmund. Denn das Weimarer Team hat den BVB-Family-Cup gewonnen!

In fünf Jahren hatten sich Vor- bzw. Zwischenrunden-Sieger aus Weimar vier Mal für das Finale qualifiziert und waren drei Mal unter die besten Drei gekommen. Im fünften Anlauf gewannen sie nun den Nachfolge-Wettbewerb des Opel-Family-Cups in der BVB-Fußballschule.

Das Autohaus Schinner als heimischer Veranstalter und Sponsor hatte dem Team zwei Kleinbusse zur Verfügung gestellt. Bereits am Freitag reisten die Weimarer, die unter dem Namen MülleRBande für den Weimarer FFC am Turnier teilnahmen, in Dortmund an. Bei einem Pizza-Essen feilten sie noch abends an der Taktik.

Das sollte sich am Samstag in der BVB-Fußballschule, direkt neben dem Signal-Iduna-Park, auszahlen. Dort wusste man aufgrund der mittleren Versalien im Namen MülleRBande schnell, was die Stunde geschlagen hatte. Das Team gewann das Auftaktspiel gegen die „Iron Rangers“ ungefährdet 3:0. Alle 15 Spielerinnen und Spieler kamen dabei zum Einsatz. Nach einem knappen 2:1 kurz vor Ultimo gegen den vielleicht stärksten Kontrahenten „Team Fortnite“ war das Halbfinalticket vor dem letzten Gruppenspiel bereits gelöst. Die „Weltmeister 2030“ brauchten dagegen dringend einen Sieg. So ging die MülleRBande zwar in Führung. Durch zwei Verletzungen und um weiteren Ausfällen vorzubeugen, setzte sie vor allem die Kleinsten (Anna-Lotta und Sascha) ein. So drehten die „Weltmeister 2030“ die Partie kurz vor Schluss.

Im Halbfinale nötigte der Sieger der Staffel A „Borussia Mogro BVB“ (8:1 Tore) zwar Respekt ab. Doch die Weimarer führten schon zur Halbzeit 2:0 und ließen defensiv nichts mehr zu. Finale! Und dort warteten erneut die „Weltmeister 2030“.

Thomas Müller: „Wir einigten uns mit dem sympathischen Team darauf, in den ersten Minuten auf beiden Seiten unsere Jüngsten aufs Feld zu schicken. Beinahe hätte das dazu geführt, dass wir in Rückstand geraten wären. Aber Robert im Tor bewahrte uns davor.“

Mit einem unerwarteten 1:1 ging es in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel aber nutzten die Weimarer beinahe jede Gelegenheit: Zwei der insgesamt fünf Tore gingen auf das Konto von Bendix, der an diesem Tag seinen 13. Geburtstag feierte – und das als BVB-Fan. Am Ende durften die Jüngsten erneut Finalluft schnuppern, wobei der Doppelpass von Anna-Lotta und Sascha zwischen zwei deutlich älteren Kindern hindurch für Staunen auf den Rängen sorgte.

Als alle Teams vor der Bundesliga-Partie BVB-Augsburg zu Füßen der legendären Südtribüne ausgezeichnet wurden, da war der Stolz riesig. Den knapp einen Meter hohen Siegerpokal stemmte für die MülleRBande Julius in die Luft. – Erst am späten Abend erreichten die Cup-Helden völlig erschöpft, aber total glücklich, die Heimat.

Besonders stolz ist der Weimarer FFC auf das Team. Denn er war mit einem Sechstel seiner Mitglieder am Start. Zum Erfolg trugen aber insgesamt fünf Vereine sowie die begleitenden Eltern und Großeltern bei.

Kinder (6-13 Jahre): Sascha, Anna-Lotta und Luca Bastian Müller, Bendix Gliemann, Jadel Lehnigk, Marlon Matthes, Robert Wille, Jeremy Meinhardt, Fritz Schröder. Jugendliche (14-17): Julius Müller. Erwachsene (>18): Melanie Theile-Müller, Hubert Lehnigk, Boris Raderschatt, Vincent Yehudin-Peterseim und Thomas Müller.

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