Wie der kleine Muck und 300 Schüler das Erfurter Eis erobern

Erfurt  Morgenländische Kultur, die Schatzkammer des Sultans und orientalische Tänze werden im Januar dargeboten

Tanzpädagoge Patrik Pavlik übt mit den Kindern die Choreographie des „Orientalischen Tanzes“ am Hofe des Sultans in den Räumen der Kulturetage der Alten Oper ein.

Foto: Marco Schmidt

Erneut ist über das Kulturagenten-Programm von Thüringen sowie den Eissportclub Erfurt ein groß angelegtes Projekt möglich geworden: „AufMUCKen erwünscht! – Es darf auch anders sein“ heißt es. Seinen krönenden Abschluss findet es am 11. und 12. Januar. Und zwar in der Eissporthalle.

Mehr als 300 Kinder und Jugendliche ab Klasse 3 bis 11 aus verschiedenen Netzwerk- und programmexternen Schulen begaben sich seit Ende Oktober in ein weiteres Inszenierungsvorhaben des Eissportclubs Erfurt. „Wieder steht die Verbindung vielseitigen kulturellen Agierens mit Sport und Bewegung im Fokus“, sagt Erfurts Kulturagentin und Verantwortliche Uta Schunk. Sie hat als projekterfahrene Referenzschule dieses komplexen Vorhabens die Kooperative Gesamtschule an ihrer Seite.

Das große Ziel: Die verschiedenen Akteure erarbeiten eine gemeinsame Eiskunstlaufshow zu Hauffs romantischem Kunstmärchen „Der kleine Muck“. „Der bewusst gewählte traditionelle Märchenstoff gibt Leistungs- und Hobbysportlern, Sportklassen im Rahmen des Unterrichts, jungen Darstellern, bühnen- und kostümbildgestaltenden Schülern, medien- und technikinteressierten Jugendlichen und Tanzmotivierten die Möglichkeit, sich kreativ mit der Handlung, dem Ort und dem Außenseiter-Protagonisten des Märchens auseinanderzusetzen“, begründet Uta Schunk.

In Vorbereitung auf die Inszenierung wurden mehr als 16 Workshops und Kurse in elf mitwirkenden Schulen angeboten. Darin studieren die Kinder die Choreographien für Soli, Paare und Gruppen ein, üben darstellendes Spiel zur Verknüpfung der Tanz- und Sportchoreographien, erarbeiten eine Lasershow zur Schaffung von Oberflächen- und Lichteffekten auf Darstellern, Objekten und Bühnenteilen. Hinzu kommen Objektkunst für die Schatzkammer des Sultans und eine Foto- und Filmdokumentation. Das Bühnenbild gestalten die Kinder ebenso in fünf Workshops. „Die Kinder beschäftigen sich mit verschiedenen Unterthemen, passend zur Handlung des Märchens ‚Der kleine Muck‘. Der Gestaltungsprozess setzt beginnend mit Entwurfsarbeiten ein. Gemeinsam werden Entscheidungen getroffen, welche großen Segmente aus Kartonagematerial in überdimensionaler und bühnenwirksamer Größe umgesetzt werden“, erklärt Uta Schunk. „Die einzelnen gestalterischen, darstellenden und sportbezogenen, auch tänzerische Aktivitäten erfahren Inspiration durch die morgenländische Kultur.“

Die fünfte schulartüber-greifende Eiskunstlaufshow findet am 11. und 12. Januar in der Eissporthalle statt.

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