Wie Leinebad und Wipperwelle attraktiver werden können

Leinefelde-Worbis (Eichsfeld). Seit 1. April ist Andreas A. Ebert als Geschäftsführer der Sport- und Freizeit GmbH Leinefelde-Worbis im Amt. Inzwischen hat er sich einen Überblick über die Sportstätten und die beiden Bäder verschaffen können, für deren Bewirtschaftung er mit seinen 40 Mitarbeitern zuständig ist.

Die DRK Wasserwacht Eichsfeld trainiert einmal in der Woche in der Worbiser Wipperwelle. Auch das Schwimmen mit Bekleidung gehört zu der Ausbildung. Im Bild von links: Christian Winter, Frank Klaus (Trainer), Anka Arendholz und Jutta Schwerdt. Foto: Eckhard Jüngel

Die DRK Wasserwacht Eichsfeld trainiert einmal in der Woche in der Worbiser Wipperwelle. Auch das Schwimmen mit Bekleidung gehört zu der Ausbildung. Im Bild von links: Christian Winter, Frank Klaus (Trainer), Anka Arendholz und Jutta Schwerdt. Foto: Eckhard Jüngel

Foto: zgt

Er sagt ganz klar: Die Sportstätten der Stadt sind exzellent. Jetzt gilt es, das tolle Potenzial besser zu nutzen. Dazu braucht es nicht nur innerbetrieblich frischen Wind, sondern auch Unterstützung von außerhalb, ist Ebert überzeugt.

Der 47-Jährige, der acht Jahre lang erfolgreich die Therme in Soltau geführt hat, will sich auch hier ein Netzwerk erschließen, ist zum Beispiel im Gespräch mit den Vereinen – sei es der Förderverein für die Wipperwelle in Worbis, die beiden großen Sportvereine in Leinefelde- und Worbis oder die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die in der Stadt eine Ortsgruppe gegründet hat.

Mit der DLRG gibt es bereits eine feste Vereinbarung. Ab dem 1. September sollen DLRG-Mitglieder mit entsprechender Ausbildung in den Bädern aushelfen, wenn es dort personell mal knapp wird – auf Honorarbasis. Das hilft, die Öffnungszeiten zu stabilisieren und auch, die Angebote in Bad und Sauna zu verbessern.

„Es funktioniert nicht, dass ein Mitarbeiter jetzt einen Sauna-Aufguss macht und gleich danach in die Küche geht, um Pommes und Würstchen zu servieren“, weiß Ebert. Ziel sei es ja, sowohl die Aufenthaltsqualität in Bad und Sauna zu erhöhen, als auch die gastronomischen Angebote zu verbessern. Das gehe nur mit einer vernünftigen Arbeitsteilung beim Personal, sodass sich die Mitarbeiter voll auf ihre jeweiligen Aufgaben konzentrieren können.

In einem ersten Schritt werden Mängel abgestellt. Defekte Duschen sind schon repariert. Im Juni kommt eine Fachfirma, die die Düsen im Solebecken des Leinebades in Ordnung bringt. Die gut besuchte Sauna in Leinefelde ist in die Jahre gekommen, „da müssen wir bald was machen“, weiß der neue Chef.

Schritt für Schritt soll es Neuerungen geben, und das sei gleichzeitig spannend für die Gäste, die sich im übrigen auf einen festen Veranstaltungskalender freuen können. Die Ideen dazu will Ebert gemeinsam mit seinem Team entwickeln, damit die Mitarbeiter dann auch dahinterstehen und mitziehen. Sie tragen übrigens schon neue Teambekleidung, statt postgelbe jetzt türkisblaue, passend zum Bad-Logo. Bedarf für Neuerungen sieht Ebert übrigens gleich im Eingangsbereich des Leinebades. Der müsse unbedingt attraktiver werden. Integriert werden soll hier ein Shop, in dem der Badegast sich mit allem, was in Bad und Sauna gebraucht wird, eindecken kann.

Viele kleine Schritte müssten gegangen werden, um Leinebad und Wipperwelle attraktiver zu machen und auch das neue Bewegungsbecken in Leinefelde, in das die Stadt zuletzt investiert hat, mit Kursen besser auszulasten, weiß Ebert. Bedarf und Möglichkeiten seien da, jetzt müssten die Angebote folgen.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.