Wieder neue Ideen für ICE-City

Im Informationszentrum in der Löberstraße sind seit gestern Entwürfe zum Bahnhofsviertel von Studenten der Fachhochschule zu sehen.

Die Entwürfe der Fachhochschule zur ICE-City sind im Bauinformationsbüro zu sehen.  Foto: Susann Fromm

Die Entwürfe der Fachhochschule zur ICE-City sind im Bauinformationsbüro zu sehen. Foto: Susann Fromm

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Erfurt. Wie soll das Bahnhofsviertel gestaltet werden? Wie könnten dort Gründerzeithäuser und Bahnhofsumfeld zu etwas Modernem vereint werden? Seit gestern sind dazu bis 2. November im Bürgerinformationszentrum Löberstraße 16 Entwürfe von Studenten der Fachhochschule zu sehen.

Hintergrund für die Arbeiten ist, dass Erfurt ab 2017 zentraler ICE-Knotenpunkt ist und dann sogar an der transeuropäischen Verbindung Schweden - Italien liegen wird. Nachdem bereits vier Planungsbüros im Rahmen eines Gutachterverfahrens ihre Visionen für das Gebiet zwischen Löberstraße und Güterbahnhof präsentiert hatten, liegen nun weitere Ideen vor.

Dabei haben die Studenten als erstes Entwicklungsgebiet das Areal zwischen Löberstraße und Bahnhofstraße ins Visier genommen. Darüber indes wird derzeit noch zwischen der Stadt und der Krieger-Gruppe gestritten, der das Areal gehört und die seiner Bebauung nur zustimmen will, wenn der Thüringenpark erweitert wird.

Hotels, Kongresshalle und zwei Radhäuser geplant

Die Studenten schlagen für die neue ICE-City mehrere Hotels und eine Kongresshalle für bis zu 1000 Menschen vor. Eine Tiefgarage könnte 440 Parkplätze bieten. Auch ein Gesundheits- und Wellnesszentrum könnte entstehen sowie ein Wohnkomplex mit Wohnungen, Kneipen und kleinen Geschäften.

Für das zweite Gebiet zwischen Bahnhof und Grauem Elend jenseits des Schmidtstedter Knotens entwarfen die Studenten 67 neue Wohngebäude mit 455 Wohnungen, alles Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Böden sollten entsiegelt werden, Grünflächen entstehen. Selbst an eine Verbindung zur Seenlandschaft im Erfurter Norden wurde gedacht.

Auch an zwei neue Radhäuser ist gedacht, mit einem zweigeschossigen Parksystem - wie im schon bestehenden Radhaus - und 760 Radparkplätzen. Im dritten Areal östlich des Schmidtstedter Knotens könnte schließlich ein Gebiet mit reiner Wohnbebauung entstehen, darunter 115 Reihenhäuser.

Die Studenten um Professor Ingo Wietzel haben sogar Solarleuchten, Wasserbecken, Sitzgelegenheiten, Pflasterungen für die ICE-City entworfen. Die Vorschläge sind bis zum 2. November im Informationszentrum der Bauverwaltung in der Löberstraße zu sehen.

Dennoch: Es sind Vorschläge. Das Dezernat Stadtentwicklung bereitet derzeit erste juristische Schritte vor, mit denen nachgewiesen werden soll, dass das Areal unabdingbar wichtig für die Stadtentwicklung ist, so der zuständige Dezernent Uwe Spangenberg. Sehen dies die Gerichte ebenso, liefe das auf die Enteignung der Krieger-Gruppe hinaus. Die Dauer des Rechtsstreites ist jedoch unklar.

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