Zwei Demos mit drei Routen am 1. Mai in Erfurt

Erfurt  Das Bündnis „Zusammenstehen“, Antifa-Gruppen und die AfD haben für den 1. Mai Demonstrationen in Erfurt angemeldet.

Ein breites Bürgerbuendnis hatte am 1. Mai 2010 in Erfurt einen Neonazi-Aufmarsch verhindert. Nachdem die Neonazis abgereist waren, kam es am Erfurter Hauptbahnhof zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Linken Aktivisten. Dabei wurde auch Pfefferspray gegen die Demonstranten eingesetzt.

Foto: Alexander Volkmann

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Mit dem „Zusammenstehen“-Bündnis und der AfD wollen am 1. Mai in Erfurt zwei gegensätzliche politische Strömungen demonstrieren. Da sich die „Zusammenstehen“-Demo unterwegs teilt, wird mit insgesamt drei Hauptrouten gerechnet, die parallel zueinander vom Zentrum nach Süden führen.

Anmeldungen von Nazis wie in früheren Jahren gibt es nicht. Die einschlägigen Personen sind am 1. Mai anderswo aktiv.

Das von den Gewerkschaften und vielen anderen Organisationen gebildete Bündnis „Zusammenstehen“ startet seine Demo 10 Uhr am Hirschgarten vor der Staatskanzlei. Angemeldet sind 5000 Teilnehmer. Über die Regierungsstraße geht es zum Karl-Marx-Platz, wo sich die Gruppen teilen.

Die Haupt-Demo führt über den Gagarin-Ring und die Bahnhofstraße zum Angerdreieck, wo 11 Uhr eine Kundgebung stattfindet. Dann geht es über die Bahnhofstraße und die Windthorststraße zum Beethovenplatz. Vor dem Landtag findet ab 12 Uhr die Haupt-Kundgebung und ab 14 Uhr das „Fest der Vielen“ mit prominenter Live-Musik und Diskussionen statt. Traditionell will die satirische „Partei“ dem Umzug von einer Bühne am Ententeich (Gagarin-Ring) aus zuwinken.

Die zweite Route vom Karl-Marx-Platz aus schlägt eine Antifa-Demo ein. Sie will unter dem Motto „Alles muss man selber machen – feministisch, solidarisch, klimagerecht“ gegen die AfD demonstrieren. Die Route führt die Puschkinstraße entlang und erreicht ebenfalls den Landtag.

Die AfD beginnt ihre Veranstaltung „Blauer Frühling“ mit 2000 erwarteten Teilnehmern 11 Uhr am Gagarin-Ring, Ecke Löber­straße. Die Demo führt über die Arnstädter Straße zur Thüringenhalle, wo bis 15 Uhr die Kundgebung geplant ist.

Die Evag hat auf Einschränkungen im ÖPNV hingewiesen, die alle Linien betreffen können. Je nach Situation würden Ersatzverkehr eingesetzt oder Umleitungen gefahren.

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