Zweiter Anlauf für Kinderbecken

Bad Berka  Beim Anwassern auf der Kneippanlage wiederholte der Bad Berkaer Bürgermeister sein Versprechen des Vorjahres

Norbert Naperkowski, Volker Schaedel und Frank Bergmann waren die ersten drei Mutigen der neuen Saison im kühlen Wasser der Kneippanlage. Foto: Bernd Rödger

Norbert Naperkowski, Volker Schaedel und Frank Bergmann waren die ersten drei Mutigen der neuen Saison im kühlen Wasser der Kneippanlage. Foto: Bernd Rödger

Foto: zgt

Die neue Kneipp-Saison hat mit einem rekordverdächtigen Spektakel begonnen: 298 Teilnehmer fanden sich gestern zum traditionellen Frühlings-„Anwassern“ auf der Anlage am Bad Berkaer Goethebrunnen ein. Norbert Naperkowski, der Vorsitzende des Kneippvereins der Kurstadt, hatte einmal mehr seine Kontakte spielen lassen und ordentlich mobilgemacht: Die meisten Besucher waren Knirpse aus den Kindergärten der Region sowie der Hexenberg-Grundschule.

In den Tagen zuvor hatten die Bad Berkaer Bauhof-Mitarbeiter wie in jedem Jahr das Becken gereinigt und mit rund vier Kubikmetern Heilwasser aus der Goethebrunnen-Quelle geflutet. In das kühle Nass trauten sich allerdings gestern bei acht Grad Celsius Lufttemperatur zunächst nur vier Hartgesottene: Naperkowski marschierte wie gewohnt voran, verkleidet als Pfarrer Sebastian Kneipp. Bürgermeister Volker Schaedel ließ sich vom Einsingen und den Anfeuerungsrufen der Kinder ebenfalls bewegen, ein paar Runden durch das 45 Zentimeter hohe und elf Grad kühle Wasser zu waten. Den beiden folgten Frank Bergmann von den Median-Kliniken und Kirsten Hofmann, Erzieherin in der Kneipp-zertifizierten Bad Berkaer Kita „Sonnenhöhe“.

Da es bei den Kneippschen Gesundheitsprinzipien auch um die richtige Ernährung geht, stand für die Kinder eine Tafel mit leckerem Obst und anderen Fitmachern zum Naschen bereit. Die kleinen Kneippfans dürfen in diesem Jahr erneut auf ihr eigenes Becken hoffen: Schaedel zeigte sich optimistisch, dass die Kinderanlage neben dem großen Becken bis zum Sommer fertig ist. Angekündigt hatte er ihren Bau schon zum Anwassern vor einem Jahr, allerdings musste er kurz danach wegen weggebrochener Einnahmen eine Haushaltssperre über die Stadt verhängen und das Projekt auf Eis legen.

Außer der am Goethebrunnen warten zwei weitere Anlagen, beide idyllisch im Wald gelegen, vor allem an warmen Tagen auf Besucher: am Gottesbrünnlein unweit des Hertha-Sees sowie am Carl-Alexander-Platz im Dam­bachs­grund.