Leserbrief: Joachim Schlaack über den Antisemitismusstreit in der Linken

Auch Bodo Ramelow, Fraktionschef in Thüringen, fürchtet, dass es vielen Genossen in Wirklichkeit gar nicht um das Unrecht an den palästinensischen Menschen im Gaza-Streifen gehe, sondern eher um einen ungewünschten Staat: Israel, das man unter Vorspiegelung eines internationalistischen Fähnchens am liebsten verschwinden sehen möchte.

Damit goss Bodo Ramelow, ohne Ross und Reiter nennen zu können, noch mehr Öl ins Feuer, denn seine Behauptung hat weder Hand noch Fuß. In unserer Partei gibt es keinen Antisemitismus. Herr Ramelow ist ein religiöser Spinner und eine ideologisch-politische Flachzange, die von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Wie kommt er zu der Hybris, so einen Mist zu verbreiten? Das ist objektiv Zersetzungstätigkeit und parteischädigendes Verhalten.

Wer hat den Kerl eigentlich in die Partei eingeschleust? Der Verfassungsschmutz? Ich habe eine Reihe seiner ekelhaftesten Schnitzer gesammelt - ich traue ihm nicht vom Fenster bis zur Gardine; meine Berufserfahrung in der DDR-Abwehr lässt es einfach nicht zu. Wer sich von Bodo Ramelow verarschen lassen will, mag das tun. Aber niemand soll sagen, der "Phönix des Westens" hat es gewusst und uns nicht gewarnt.