Am 23. Februar ist die vorgezogene Bundestagswahl. Unsere Zeitung stellt die Direktkandidatinnen und Direktkandidaten für den Wahlkreis 192 Erfurt – Weimar – Weimarer Land II in der Reihenfolge vor, in der sie auf den Stimmzetteln stehen. Der Wahlkreis umfasst neben den beiden kreisfreien Städten die Landgemeinde Grammetal.
Was können Sie im Bundestag für Ihren Wahlkreis erreichen?
Weimar ist für mich eine Herzensangelegenheit! Mit den Millionenförderungen des Bundes für das Deutsche Nationaltheater, das Stadtschloss, das Haus der Weimarer Republik und das Bauhausmuseum wird das einzigartige historische und kulturelle Erbe der Stadt noch sichtbarer und für kommende Generationen erlebbar bleiben. Ich bin der Garant, dass der Bund Weimar weiter unterstützt. Die Mehrgenerationenhäuser in Weimar West und in Schöndorf sind zu echten Stadtteilzentren geworden, in denen gemeinsam Engagement für Kultur, Teilhabe und soziales Miteinander gelebt wird. Ich werde die Finanzierung weiter unterstützen.
Was ist das größte Problem in Ihrem Wahlkreis, und wie wollen Sie es lösen?
Bei allen unterschiedlichen Interessen und Problemlagen macht mir die zunehmende Spaltung und Verrohung unserer Gesellschaft die größte Sorge. Das gilt für Stadt und Land gleichermaßen. Wir müssen nicht alle einer Meinung sein, aber wieder lernen, einander zuzuhören. In einer zivilen Streitkultur dürfen sich nicht diejenigen durchsetzen, die am lautesten sind, sondern die mit den besten Argumenten. Unsere Demokratie lebt vom respektvollen Umgang miteinander, und den kann man täglich pflegen, egal ob bei großen Kulturveranstaltungen, im Betrieb, beim Feuerwehrfest oder im Sportverein. Ich werde alle Ideen und Projekte begleiten, wo offener Austausch und konstruktive Gespräche im Mittelpunkt stehen. Die Stadt Weimar, aber auch die Ortschaften am Fuße des Ettersbergs haben dafür auch eine besondere historische Vorbildfunktion.
Sind Sie schon mal von einem ausländischen Arzt behandelt worden, und waren Sie an seiner Herkunft interessiert?
Natürlich wurde ich schon von ausländischen Ärzten behandelt. Ich bin ein neugieriger Mensch: Mich interessiert immer, wer mein Gegenüber ist, und was ihn oder sie wohl ausmacht.
Welchen Handwerker haben Sie zuletzt benötigt, und wie schnell ist er gekommen (haben Sie einen Termin bekommen)?
Wir brauchten einen Klempner. Aber einen Termin gab es nicht, dafür war der Auftrag zu klein. Wer es dann repariert hat: meine Frau. Eine echte Thüringerin eben.
Haben Sie einen Lieblingsort in der Region?
Am Strohberg zwischen Obernissa und Rohda bin ich als „Stift“ oft im Wald gestromert, habe die Welt entdeckt und im Winter die Ski angeschnallt. Heute zieht mich die Erinnerung hin, wenn sich die Gelegenheit bietet. In Weimar liebe ich es, auf den Bänken des Theaterplatzes zu sitzen und die entspannten Leute zu beobachten und ab und an einen Plausch zu halten.
Wie oft nutzen Sie Bus und Bahn, und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Ich fahre sehr viel mit der Bahn von und nach Berlin, aber auch zwischen Erfurt und Weimar. Dabei kann ich nur Gutes berichten: Man trifft Leute in der Bahn, das Reisen ist entspannter als mit dem Auto und meistens sogar deutlich schneller. In Weimar laufe ich die meisten Strecken.




