Für die Wahl zum neuen Bundestag am 23. Februar hat die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) im Wahlkreis 192 mit Erfurt, Weimar und der Landgemeinde Grammetal Tassilo Timm aufgestellt. Unsere Zeitung stellt alle Direktkandidatinnen und -kandidaten in der Reihenfolge auf, in der die Namen auf den Stimmzetteln stehen.

Was können Sie im Bundestag für Ihren Wahlkreis erreichen?

Die faschistische Gefahr in Deutschland hat sich akut verschärft. Ich will die Menschen über diese Gefahr aufklären und ermutigen, eine breite antifaschistische Einheitsfront zu bilden. Buchenwald mahnt! Als positive Antwort auf Faschismus, Weltkriegsgefahr und Umweltkatastrophe brauchen wir die gesellschaftliche Perspektive des echten Sozialismus. Der Sozialismus ist logisch, durchdacht und wird die Menschheitsprobleme lösen. Die konkreten Probleme der Menschen im Wahlkreis wie Inflation, Mietenexplosionen, Arbeitsplatzvernichtung sind untrennbar von der „großen Politik“.

Was ist das größte Problem in Ihrem Wahlkreis, und wie wollen Sie es lösen?

Das größte Problem ist die faschistische Gefahr. Zwei Lösungsansätze dazu: 1. Verbot der AfD; 2. Massenhafte Aufklärung über das Wesen des Faschismus, insbesondere unter der Jugend, zum Beispiel durch verpflichtende mehrtägige Bildungsworkshops in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald.

Sind Sie schon mal von einem ausländischen Arzt behandelt worden, und waren Sie an seiner Herkunft interessiert?

Ich protestiere gegen diese tendenziöse Frage. Mir ist egal, welche Herkunft jemand hat. Entscheidend ist seine Stellung in der Gesellschaft und sein Verhalten. Wie viele deutsche Männer sind gewalttätig gegenüber ihren Frauen, ohne dass das thematisiert wird.

Welchen Handwerker haben Sie zuletzt benötigt, und wie schnell ist er gekommen (haben Sie einen Termin bekommen)?

Als gelernter Schlosser erledige ich handwerkliche Aufgaben selbst.

Haben Sie einen Lieblingsort in der Region?

Das Wort „Lieblingsort“ trifft es nicht ganz. Aber für den wichtigsten Ort der Region halte ich die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Der Schwur von Buchenwald, den die Häftlinge nach ihrer Selbstbefreiung geleistet haben, sollte uns allen eine Lebens-Verpflichtung sein, dass so etwas nie wieder geschehen darf.

Wie oft nutzen Sie Bus und Bahn, und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Ich besitze ein Deutschlandticket. Bus und Bahn sollte für alle kostenlos sein. Das Geld dafür ist da. Stattdessen wird es in Krieg und Konzernsubventionen gepumpt. Die Erfahrungen, die wir Bahnfahrer im Regionalverkehr machen, sind nicht gut, und Besserung ist leider nicht in Sicht. Der ÖPNV muss dringend gestärkt und ausgebaut werden.